Das Immobilienmanagement der GMG Viersen

Im Interview berichtet Norbert Jansen, bei der Wirtschaftsförderung verant­wortlich für das Immobilienmanagement, über Nutzen, Erfolge, Angebote und Dienstleistungen.

Uns geht es darum, dass Unternehmen jeder Größe genau das finden, was sie brauchen. Ganz gleich, ob sie neu nach Viersen kommen, oder ob sie am Standort Veränderungen anstreben. Dies sowie die Unterstützung bei der Schaffung und Entwicklung von Flächen ist eine der Hauptaufgaben der Wirt­schaftsförderung. Deshalb haben wir zunächst eine umfassende Sichtung der vorhandenen Gewerbe­immobilien mit dem Schwerpunkt auf Produktions­flächen, Hallen und Büros durch­geführt und etliche Kontakte zwischen suchenden Unternehmen und Immobilien­anbietern geschaffen. Wir hatten allein im vergangenen Jahr über 90 Anfragen. Das zeigt den Bedarf. In diesem Jahr unterstützen wir sieben Unternehmen, die sich verlagern, neu ansiedeln oder am Standort erweitern wollen. Dahinter stehen 290 Arbeitsplätze. Daran lässt sich die Bedeutung dieser Arbeit für Viersen erkennen. Wir wollen für jedes dieser Unter­nehmen ein optimales Angebot finden.

Wir wollen unser dichtes Netzwerk aus Anbietern wie Maklern, Banken, Projektentwicklern und Investoren aus dem Gewerbe­sektor noch effektiver nutzen. Wir bedienen den gewerblichen Immobilienmarkt über den reinen Informationstransfer hinaus mit Immobiliendaten, Exposés oder Plänen. Indem wir einen regelmäßigen und persönlichen Austausch der Akteure fördern, sind wir besonders leistungsfähig und individuell. Gleichzeitig haben wir durch den engen Kontakt einen exzellenten Überblick über alle relevanten Immobilien. Wir kennen deren Vorzüge, ihre Nachteile sowie den aktuellen Vermarktungsstand. Wir sind ein kompe­tenter Partner, aber kein Makler. Auch für Entwickler und Anbieter. Hier bieten wir Tipps und Unterstützung an, um Immobilien hinsichtlich des Preises, der Funktion oder der Ausstattung vermarktungsfähig zu gestalten.

Viel! Neben einer Reihe von Solitärimmobilien verfügt die Stadt Viersen über eine Vielzahl sogenannter Gewerbeparks. Einer diese Gewerbeparks stellt das Röperwerk in Viersen-Dülken dar, das mit großen Büro-, Lager- und Produktionsflächen, teilweise mit Krananlagen und Schwerlastböden, ausgestattet ist. Interessant sind auch die Büros, Produktions- oder Lagerflächen in dem Objekt auf der Heiligenstraße 75. Der Komplex steht auf einem 55.000 Quadrat­meter großen Grundstück und ist seit 1999 im Besitz des Investors Hans Rudolf Holtmann aus Wuppertal. Insgesamt bietet es 17.000 Quadrat­meter Nutzfläche. Zurzeit haben hier 20 Firmen ihren Sitz. Die Bandbreite der Mieter erstreckt sich von der reinen Büronutzung über Lagertätigkeit bis hin zum Maschinenbau für die Gemüseverarbeitung durch die Firma Foodcons. Auch die Firmen Krauss-Maffei, Kürschner GmbH & Co. KG, das Nieren- und Diabeteszentrum und zwei Steuerberater haben hier ihren Sitz. Die Walter Schmitz GmbH verwaltet und vermarktet das Objekt seit 1999 im Alleinauftrag des Eigentümers. Außerdem haben wir freie Flächen für variable Büronutzungen im Gewerbepark T2, mitten im Gewerbegebiet Mackenstein.

Viersen hat noch einen ganz besonderen Standortvorteil zu bieten?

Ja, wir haben eine ungewöhnlich enge räumliche, personelle und organisatorische Nähe zur Baugenehmigungsbehörde. Das heißt, in Viersen laufen die Genehmigungsprozesse, beispielsweise für Nutzungsänderungen oder Stellplatzfragen, extrem schnell ab. Außerdem sind wir in allen planungsrechtlichen Fragen ein kompetenter Ansprechpartner.

Auch dafür ist der T2 ein gutes Beispiel. Wir haben viele Gewerbeobjekte, die infolge der Textilstrukturkrise in Gewerbeparks umgewandelt worden sind. Dieser Prozess der Umwandlung und Umnutzung ist eine Chance, eine Vielzahl von expandierenden Unternehmen auf diesen Flächen anzusiedeln und gleichzeitig unter Umweltaspekten sehr sorgsam mit unseren Ressourcen umzugehen. Wir unterstützen das sehr intensiv. Der Gewerbepark Schiricksweg oder die Alte Manufaktur zeigen, wie gut und äußerlich ansprechend das funktionieren kann.