Skip to main content

August Schwan GmbH und Co. KG feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Firmenjubiläum

Den Fehdehandschuh wirft hier keiner

Das mittelständische Unternehmen mit Sitz auf der Unter­straße in Viersen-Süchteln ist ein klassisches Familienunternehmen, das voller Selbstbewusstsein auf seine lange Geschichte zurückblickt. Geführt wird es inzwischen in dritter Generation vom Enkel des Gründers Richard Grefkes. Er leitet seit sieben Jahren die Geschicke des Unternehmens: „Das Wohl des Unternehmens und der Belegschaft war für meinen Großvater, Erich Grefkes, für meinen Vater Dirk Grefkes und ist jetzt für mich von essentieller Bedeutung. Ein Familienunternehmer ist mit seinem Unternehmen untrennbar verbunden und kann nicht einfach seinen Job wechseln oder den Handschuh hinwerfen, wenn es Schwierigkeiten gibt. Deshalb setzt er sich damit auseinander und findet Lösungen. Ich habe immer ein offenes Ohr für Probleme der Mitarbeiter, denn es ist auch das persönliche Engagement von jedem Einzelnen, das uns so stark und konkurrenzfähig macht. Wir fühlen uns in Viersen Süchteln richtig wohl, vielleicht ja auch, weil es hier doch wesentlich familiärer zugeht als in den großen Metropolen.“ Anlässlich des Firmenjubiläums ließ es sich auch Veronika Kreuzer von der städtischen Wirtschaftsförderung nicht nehmen, die besten Wünsche der Stadt zu überbringen und sich ein wenig Historie des Unternehmens, ganz nach Schwanscher Handschuhart überzustreifen. „Wir sind stolz auf Traditionsunternehmen wie August Schwan, die mit ihren weltweit vertriebenen Produkten und Leistungen seit vielen Jahren im Markt bestehen und so die besten Aushängeschilder für die Stärke des Wirtschaftsstandortes Viersen sind“.

Vom Treibriemen zum Handschuh

Begonnen hatte bei Schwan alles 1889 mit der Gründung einer Fabrik für Ledertreibriemen und technischem Leder in Aachen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Fabrik nach über 55 Jahren zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte rasch, allerdings an einem neuen Standort in Viersen, wo das Unternehmen bis heute sitzt. Anfang der 50er Jahre entstand die moderne Fertigung von Arbeitsschutzhandschuhen aus Rindsleder, das Produkt mit dem sich August Schwan einen Namen machte und welches schnell zum Symbol für guten Arbeitsschutz aus Viersen mutierte. So einfach, wie sich das Produkt über die Hände streifen lässt, so umfassend sind die Voraussetzungen die Handschuhe bei der Arbeit heute erfüllen müssen: ob gefüttert, beschichtet, nadelstichsicher, feuerfest, oder an speziellen Fingern verstärkt, letztendlich geht es immer darum, dass der Träger sicher zugreifen kann und die Hand vor jedem erdenklichen Risiko optimal geschützt wird. Eine Vielzahl von Handschuhen aus Leder, Synthetik, Baumwolle oder Strick können Kunden aktuell und bequem auch im modernen Online-Shop der Firma bestellen. Vor allem gestrickte Handschuhe, die mit verschiedenen Beschichtungen aus Nitril oder Latex versehen sind, werden zurzeit besonders stark nachgefragt.

Immer mit der Zeit gehen

Wer als Unternehmen langfristig auf dem Markt präsent sein will, kann sich neuen Entwicklungen nicht verschließen: getreu diesem Credo musste auch die August Schwan GmbH und Co. KG 1974 ihre Produktion für Lederartikel in Viersen stoppen und nach Hongkong verlagern, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit der verstärkten Ausrichtung auf Importe von Schutzhandschuhen aus anderen Werkstoffen aus Fernost sicherte sich das Unternehmen weitere Marktanteile. Anfang der 80er Jahre erfolgte eine weitere Revolution: Kunststoffe und Latex eroberten den industriellen Handschuhmarkt. Auch hier sicherte sich Schwan schnell das Wissen der führenden Hersteller und erweiterte dementsprechend sein Schutzhandschuhprogramm. Heute bietet das Familienunternehmen seinen Kunden aus der Industrie Arbeitsschutzartikel von Kopf bis Fuß an. Dazu gehören neben Schutzhandschuhen, Schutzbekleidung, Sicherheitsschuhen, Schutzbrillen, Atem- und Gehörschutz auch Einwegartikel, Hautschutz und vieles mehr. Seit 1990 hat sich das Viersener Unternehmen zusätzlich ein neues Geschäftsfeld erschlossen und liefert Zubehörteile für die Herstellung von Plastikkarten. Wer beispielsweise die bekannte Paybackkarte benutzt, hat jedes Mal auch ein Stück August Schwan in der Hand.

In Viersen Süchteln arbeiten zurzeit 28 Mitarbeiter in Vollzeit. Damit ist August Schwan auch ein verlässlicher Arbeitgeber in Viersen. Weitere Einstellungen sind bereits geplant: „Wir wollen unseren Kunden nicht nur optimale Produkte, sondern auch einen ganz besonderen Service und eine exzellente Beratung für die komplexe Materie bieten, das geht nur mit vielen gut geschulten Kräften, die sich wirklich Zeit nehmen können für alle Fragen. Uns geht es darum, dass Menschen an ihrem Arbeitsplatz immer bedarfsgerecht geschützt sind“, fasst es Richard Grefkes zusammen. Alle Mitarbeiter im Verkauf sind mit den aktuellen Arbeitsschutz- und Sicherheitsvorschriften bestens vertraut, sodass sich Firmen auf die Beratungen auch zu einhundert Prozent verlassen können. Ein Alleinstellungsmerkmal, dem die Firma sicherlich auch einen Teil ihres Erfolges zuschreiben kann.