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BusinessSpecial 2016/I: Bestens besucht

Selbstredend wurden die Gäste zu dieser Ausgabe vom BusinessSpecial nicht mit analogen Schildern zu den Parkplätzen gewiesen, sondern digital über eine LED-Wand. Dieser Umstand, so Thomas Küppers, Leiter der Viersener Wirtschaftsförderung, in seiner Begrüßung, sei ein charmanter erster Hinweis gewesen, worum es bei diesem Unternehmertreffen ginge. Digitalisierung einfach machen oder „Einfach machen“. Das Motto, unter dem die gemeinsame Veranstaltung von Wirtschaftsförderung und Telekom stand, war bewusst zweideutig gewählt und traf offensichtlich das Interesse einer breitgefächerten Unternehmerauswahl.

Ob Inhaber Mario Baum von Baum Entsorgung, Kim-Holger Kreft, Geschäftsführer des Allgemeinen Krankenhauses Viersen oder Jörg Brockes von Clip´n Climb Niederrhein, über 50 Inhaber, Geschäftsführer und Firmenvertreter kamen an diesem Mittag in den Räumen des Elektronikunternehmens MOStron zusammen, um sich über Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung zu informieren. Darüber hinaus, so Thomas Küppers, zähle es aber auch weiterhin, im wirklichen Leben Kontakte zu knüpfen. Deshalb stehe bei den Unternehmerveranstaltungen der Stadt Viersen immer der Netzwerkgedanke ganz weit oben in der Agenda für die Planung.

Real vernetzt digital durchstarten

Wie breit gefächert und individuell das Thema Digitalisierung ist, wurde rasch im darauffolgenden Vortrag der Telekom deutlich. Gestartet mit dem Hinweis auf die künftige IP Technologie, dem Thema Cloud, der Kommunikation von digital vernetzten Maschinen untereinander bis hin zur Vernetzung aller Mitarbeiter über Tablets reichte das Spektrum. An den Voraussetzungen für die erfolgreiche Digitalisierung arbeitet das Telekommunikationsunternehmen intensiv. In Viersen wurde dafür die Vektoring Technik umgesetzt, die schnelles Internet ermöglicht. „Digitalisierung ist unumkehrbar und wir sollten sie als große Chance begreifen und uns jetzt darauf einrichten“, so Nicolas Hansen vom Vertrieb der Telekom. Dabei gäbe es aber, so Hansen weiter, keine einheitliche sondern nur individuelle Lösungen. Die Vielfalt der Anwendungen demonstrierte er anhand einiger Best-Practice-Beispiele. Darunter per Fernwartung gesteuerte Nähmaschinen, mit iPads ausgestattete Mitarbeiter eines Pflegedienstes oder aber die Möglichkeit Software bei Bedarf zu mieten und nicht mehr zu kaufen. Die Telekom setzt dabei auf die individuelle Einzelberatung für Gewerbekunden. Entscheidend sei es, jetzt damit zu beginnen und Sorgen und Ängste angesichts dieser Entwicklung beiseitezuschieben. Dies gelänge auch mit der Aneignung von Wissen und dem Ausloten der Möglichkeiten, so Hansen in seinem Apell an die Zuhörer. 

Das Unternehmen MOStron als Gastgeber passte hervorragend zum Thema der Veranstaltung. Das seit 36 Jahren in Viersen beheimatete Familienunternehmen vertreibt unter anderem Industrie-Computer, Touch Displays, LCDs und OLEDs oder auch Infostelen, die vor Ort in Viersen aus elektronischen Bauteilen individuell verbaut werden. Die Kunden sind überwiegend Unternehmen aus der Industrie. Die fortschreitende Digitalisierung von Informationen und Arbeitsabläufen in der Industrie beschert dem Unternehmen einen erfolgreichen Wachstumskurs. So konnte sich allein in den letzten fünf Jahren nicht nur die Zahl der Mitarbeiter auf 46 verdoppeln, sondern auch der Umsatz. Dieser liegt bei rund zehn Millionen Euro.

Bei der Besichtigung der Räume präsentierte die Prokuristin und Tochter des Inhabers Katrin Camps deshalb auch mit besonderem Stolz, die erst seit einem Jahr in Betrieb genommene neue Produktionshalle: „Hier fertigen Menschen Produkte Made in Germany, die durch ihre Qualität erfolgreiche Unternehmen auf dem Markt überzeugen“. Aus der Region gehört auch der weltweit bekannte Global Player Scheidt & Bachmann mit Sitz in Mönchengladbach zu den Kunden des Viersener Unternehmens. Und dass funktional in diesem Bereich auch schön sein kann, beweist ein Design Preis, welchen das Unternehmen jüngst gewonnen hat. „Wir haben mit unserer doppelseitigen Infostele den Red Dot Award: product design gewonnen. Dieser beflügelt uns auch weiterhin, hochwertige Technologie mit modernem Design in Einklang zu bringen“, so nochmal Katrin Camps.

Elmar Kreuels, neuer Kurator des künftigen Museums von Borussia Mönchengladbach, hörte dabei ganz genau hin, schließlich ist er noch auf der Suche nach einem Unternehmen, welches für die Vielfalt an multimedialen Darstellungen im neuen Museum des erfolgreichen Bundesligisten noch die nötige Hardware liefern kann. „Ein Unternehmen aus der Region wäre da durchaus eine schöne Option.“

Anschließend blieb den anwesenden Unternehmern viel Zeit, um bei einem leckeren Imbiss, noch interessante Gespräche zu führen und neue Kontakte zu knüpfen. Kürbissuppe, ummantelte Krabben oder Hähnchenspieße, die Auswahl war vielfältig und wurde von „Essbar“ geliefert. Auch ein guter Beweis für die erfolgreiche Vernetzung in der Stadt: Das Catering stammt von dem Veranstalter Service eines Mitglieds des Fördervereins des Gewächshauses für Jungunternehmen in der Stadt Viersen, dem Alten Braukeller.