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Erfolgreiche Reaktivierung einer Gewerbebrache

(Foto: Stadt Viersen)

Florian Peters-Messer, Inhaber von Peters Immobilien, hat rund fünf Millionen Euro investiert, um aus der ehemaligen Industrie­brache einen modernen Gewerbekomplex mit insgesamt 10.000 Quadratmeter Nutzfläche entstehen zu lassen. Anlässlich der gemeinsamen Besichtigung der Fortschritte sagte die Bürgermeisterin der Stadt Viersen, die neue Nutzung des Geländes an der Sittarder Straße sei ein gelungenes Beispiel für Redevelopment. Hier zeige sich, wie es gelingen könne, alte Flächen für neue Betriebe erfolgreich zu erschließen. Die Unterstützung solcher Umnutzungen sei für die städtische Wirtschaftsförderung ebenso wichtig wie die Entwicklung neuer Standorte: „In der Wirtschaftsförderung unserer Stadt finden die Unternehmen einen zuver­lässigen und kompetenten Ansprechpartner für ihre Vorhaben. Das gilt hier sowohl für den Eigentümer als auch für die neuen Nutzer und deren Anforderungen.“

Zwei Jahre modernisiert

Vor knapp zwei Jahren, berichtet Peters-Messer, habe er mit seinem Team aus Architekten und Planern mit der Sanierung und Modernisierung der Fläche zwischen der Sittarder und Vorster Straße begonnen. Teile der ehemaligen Hallen von Farben Peters wurden abgerissen und anschließend neu gebaut, andere erweitert. Die Bürogebäude mussten komplett saniert und modernisiert werden. Heute bietet das viergeschossige Gebäude alles, was Gewerbetreibende an moderner Technik erwarten. Gleichzeitig entspricht es den aktuellen energetischen Standards. „Wir wollten auf keinen Fall auf diesem Gelände eine Brache mitten in der Stadt entstehen lassen. Wir sind froh durch die Viersener Wirtschaftsförderung Kontakt zur Deutschen Post bekommen zu haben, die ab 2017 als einer der wichtigen Ankermieter große Teile des Komplexes nutzen wird“, beschreibt Florian Peters-Messer den Anstoß zur Reanimierung der Fläche an der Sittarder Straße.

Haupmieter ist die Deutsche Post DHL Group

Der dynamisch wachsende Internethandel in Deutschland führt zu konstant steigenden Paketvolumen, daher investiert die Deutsche Post DHL Group weiter in die Modernisierung des Paketnetzwerks und die Auslieferung der Pakete. In Viersen plant die Deutsche Post nun einen neuen Zustellstützpunkt für die Verbundzustellung, da der bisherige Standort an der Freiheitsstraße seine räumliche Kapazitätsgrenze erreicht hat. An der Freiheitsstraße plant der heutige Besitzer und Vermieter bereits eine Umnutzung. Nach Auszug der Post wird das Gebäude saniert, es entstehen zeitgemäße Wohnungen. So bleibt das historische Ambiente bewahrt und Interessenten können neue Wohnangebote mit unmittelbarem Innenstadt-Bezug in Viersen vorfinden.

An der Sittarder Straße wird die Deutsche Post insgesamt 4000 Quadratmeter nutzen, 2000 Quadratmeter davon sind Außenflächen. Der Zustellstützpunkt wird Ausgangspunkt für die Brief- und Verbundzustellung im Bereich Viersen, die dann künftig zum großen Teil mit den eigens entwickelten Elektroautos Streetscooter erfolgen wird. Boris Dobra von der Deutschen Post/DHL sagt: „Wir freuen uns und bedanken uns ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit.“ Der neue Zustellstützpunkt biete den Postboten und -botinnen durch seine optimale Lage mit ebenerdigem Zugang beste Arbeitsbedingungen nach modernsten postalischen Kriterien. „Wir können auf steigende Verkehrsmengen schnell und flexibel reagieren. Dadurch sichern wir unsere hohe Service- und Laufzeitqualität für unsere Kunden auch bei steigendem Sendungsaufkommen.“

Wirtschaftsförderung erfreut über gelungene Reaktivierung

Mit der Lösung, eine innerstädtische Gewerbebrache durch Neuansiedlung zu reaktivieren ist Norbert Jansen als Vertreter der Viersener Wirtschaftsförderung besonders zufrieden: „Natürlich wollten wir der Deutschen Post einen attraktiven Standort bieten und gleichzeitig eine Neuversiegelung auf der grünen Wiese vermeiden. Wir haben der Post verschiedene Bestandsimmobilien angeboten. Die Wiederbelebung des verkehrstechnisch bestens angebundenen Komplexes an der Sittarder Straße in Zusammenarbeit mit dem Investor Peters-Messer ist eine Lösung, die auch dem ökologischen Ansatz der Deutsche Post DHL Group entspricht. Wir freuen uns auch, dass die Zusammenarbeit zwischen unserem Immobilienmanagement der Stadt Viersen, dem privaten Investor und der Deutschen Post so hervorragend gelaufen ist. Des Weiteren werden hier auch neue Arbeitsplätze in Viersen entstehen, ein Effekt, der für uns ebenfalls besonders bedeutend ist.“

ASB Gemeinsam, Dallmayer und Rosenbauer als neue Mieter

Bereits als neue Mieter in den Gewerbepark Sittarder Straße eingezogen sind das Unternehmen Dallmayr mit einer Nutzfläche von 1000 Quadratmetern sowie der ASB Gemeinsam aus Viersen. Dieser belegt eine der Büroetagen. Ellen Fiddrich, Geschäftsführerin des ASB Gemeinsam Viersen: „Aufgrund der großen Zunahme an Pflegekunden und des damit verbundenen Zuwachses neuer Mitarbeiter und durch die Vergrößerung um neue Aufnahmegebiete war es unerlässlich neue Räume zu beziehen. Hier konnten wir die verschiedenen Arbeitsbereiche gut unterbringen und die Arbeitssituation der Beschäftigten deutlich verbessern.“

Ab 2017 wird darüber hinaus der weltweit führende Hersteller für Feuerwehrtechnik im abwehrenden Brand- und Katastrophen­schutz, Rosenbauer, mit einem Kunden-Center für Vertrieb und Service vor Ort vertreten sein. Das Unternehmen entwickelt und produziert Fahrzeuge, Löschtechnik, Ausrüstung und Telematiklösungen für Berufs-, Betriebs-, Werk- und freiwillige Feuerwehren sowie Anlagen für den vorbeugenden Brandschutz.

Das Erdgeschoss des Bürogebäudes ist noch vermittelbar. Es bietet Büroräume mit Möglichkeiten zum Kundenkontakt. „Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und unseren Mietern haben wir es geschafft dieses innerstädtisch bedeutsame Grundstück wieder mit Leben zu füllen, darauf können wir stolz sein“, zog Florian Peters-Messer anlässlich der offiziellen Vorstellung des Projekts in der Öffentlichkeit ein erstes Fazit.