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Grundstücksmarktbericht – keine Immobilienblase im Kreis Viersen in Sicht

Moderate Preissteigerungen für Grundstücke im Kreis Viersen

215 Euro pro Quadratmeter müssen für eine Wohnbaufläche in guter Lage in der Stadt Viersen durchschnittlich bezahlt werden, in mittlerer Lage sind es 180 Euro, in mäßiger Lage liegt der Preis nur noch bei 130 Euro für den Quadratmeter. Dies ist ein Ergebnis des jetzt veröffentlichten Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses des Kreises Viersen für das Jahr 2013. Die höchsten Baulandpreise für den Wohnungsbau werden in Kempen und Tönisvorst erzielt. In guten Wohnlagen sind in den Städten allgemein 190 bis 250 Euro pro Quadratmeter bezahlt worden. In den Gemeinden variieren die Preise zwischen 155 bis 185 Euro. Die Preise für gewerbliche Bauflächen sind weitgehend konstant geblieben. Der Flächenumsatz liegt mit 18 Hektar wieder deutlich über den Zahlen der letzten drei Jahre.

Preise für Ackerland steigen weiter

Im Wert zum Teil sogar deutlich gestiegen sind die Preise für land- und forstwirtschaftliche Nutzflächen im Kreis Viersen. Die seit 2007 erkennbare Tendenz, dass die Ackerpreise anziehen, setzte sich damit auch 2013 ungebremst fort. Im Westkreis kostete der Quadratmeter im Schnitt 4,20, im Ostkreis sogar 4,75 Euro, in der Stadt Viersen liegt er bei 4,40 pro Quadratmeter Ackerland. Im Westkreis ist der Preis damit in den letzten vier Jahren um fast 40 Prozent gestiegen. Zu diesem Schluss kommt der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Viersen in seinem Bericht für das Jahr 2013. Dem Gutachterausschuss lagen 2978 Kaufverträge aus dem Jahr 2013 vor – das sind 7 Prozent weniger als 2012. Im Rahmen dieser Verträge sind insgesamt 504 Hektar zu einem Gesamtpreis von 506 Millionen Euro umgesetzt worden. Die meisten Verkaufsfälle (478) und damit der höchste Geld- und Flächenumsatz wurde in Viersen erzielt, gefolgt von Kempen, wo 322 Verträge geschlossen wurden. Zwei Drittel des Geldumsatzes fielen auf den Verkauf bebauter Grundstücke, davon 90 Prozent Wohnen. In Viersen wurde im Teilmarkt der bebauten Grundstücke 48,1 Millionen Euro Geldumsatz für das vergangene Jahr registriert. Der Grundstücksmarktbericht gibt eine Übersicht über den Grundstücksmarkt im Kreis Viersen. Aufgabe ist es, die regionale Umsatz- und Preisentwicklung darzustellen und über das Preisniveau zu informieren und dadurch die Transparenz auf dem Grundstücksmarkt zu erhöhen.

Wer im Kreis Viersen wohnt oder einem Gewerbe nachgeht, kann sich laut Gutachterausschuss weiterhin auf stabile Preise verlassen. „Ein dramatischer Anstieg der Immobilienpreise wie in den deutschen Metropolen blieb aus. Eine Immobilienblase ist nicht in Sicht“, sagt der Technische Dezernent Andreas Budde bei der offiziellen Vorstellung des Berichtes. Mit Blick auf moderate Preissteigerungen könne von einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ausgegangen werden. „Der Kreis Viersen ist insgesamt attraktiv.“

Der vollständige Grundstücksmarktbericht kann beim Gutachterausschuss im Kreis Viersen oder unter www.boris.nrw.de bestellt werden.

Über den Gutachterausschuss Kreis Viersen

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Viersen legt zu Beginn eines jeden Jahres die Bodenrichtwerte von unbebauten Grundstücken fest. Richtwerte und Marktdaten sind aus den Auswertungen der Kaufverträge des jeweiligen Jahres ermittelt. Der Ausschuss beschließt Bodenrichtwertzonen und trifft Aussagen zu Flächen-, Nutzungs- und Wertverhältnissen. Bei den Grundstücken geht es um Wohnen, Gewerbe, Landwirtschaft und Fortwirtschaft.