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Jubiläumsgarten Dülken

Haus bauen, Kind zeugen und einen Baum pflanzen: Am Rande des neuen Wohnbaugebietes „Auf dem Burgacker“ in Viersen Dülken ist alles möglich. Jetzt wurden in der dritten Pflanzaktion der Stadt Viersen im Jubiläumsgarten und in einer Allee 23 verschiedene Obstbäume gesetzt. Alle tragen den ganz persönlichen Namen ihres Spenders.

Die Stadt Viersen und der NABU hatten gemeinsam zum dritten Pflanztermin am Samstag den 30. November für den Obstbongert zwischen den Wohngebieten Daniel-P.-Norman-Ring und Burgacker in Dülken eingeladen. Noch sind die Bäume klein und kahl, aber sie werden ihre volle Blütenpracht im kommenden Frühling für die Bewohner des Stadtteiles Dülkens und insbesondere für die Menschen in dem, in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Neubaugebiet „Auf dem Burg­acker“ richtig entfalten. Alle der 112 gepflanzten Bäume wurden gespendet und stehen zumeist symbolisch für einen ganz persönlichen Anlass ihrer Spender. Geburt, Gedenken oder Ausdruck von Freundschaft und Liebe. Warum jemand einen Baum spendet, bleibt ihm überlassen, wachsen werden sie hoffentlich alle.

Die dritte Pflanzaktion vervollständigt die auf fast 400 Metern beiderseits der Wirtschaftswege vom Käseimporteur Baackes & Heimes in Richtung Ransberg bestehende Allee und den Jubiläums­garten. 2012 konnten die ersten Bäume gepflanzt werden. Im Frühjahr dieses Jahres folgte die nächste Staffel. Mit der jetzigen Pflanzaktion ist das Projekt mit 112 Bäumen zunächst abgeschlossen, sagte Günter Wessels, der als Projektleiter des Naturschutzbundes NABU für die Anlage der Obstbaum-Allee und des Jubiläumsgartens in Nachbarschaft zum Burgacker in Dülken verantwortlich ist, gegenüber der Rheinischen Post. Der Grund? Die Abstände von zehn Metern zwischen den einzelnen Bäumen sind zwingend notwendig, damit sich die Kronen in einigen Jahren nicht gegenseitig beschädigen.

Wachsende Patenschaft

Der Preis für einen Hochstamm-Obstbaum mit zwei Pflanzpfählen, Verbissschutz und Anbindung summierte sich auf 50 Euro. Spender konnten sich aus einer Liste einen Baum für die Allee oder den Jubiläumsgarten aussuchen oder den Organisatoren die Auswahl überlassen. Für diesen Baum – auch mehrere waren möglich – werden die Spender eingetragen. Von der Stadt Viersen gibt es zusätzlich eine Spenden-Ur­kunde.

Das Obstbaumprojekt ist nicht nur optisch eine Freude, sondern leistet einen wichtigen Beitrag für die Biodiversität im Stadtgebiet. Die wunderbar blühenden Obstbäume mit ihren weißen und rosa Blüten bieten für zahlreiche Insekten wie Bienen und Schmetterlinge eine neue Heimat. Auch viele Vogel­arten werden davon profitieren, nicht zuletzt auch der Vogel des Jahres 2014, der Grünspecht.

Mitwirkung der Bürger ist bei der Pflanzung und Pflege der Bäume oder auch bei Pflanzenschutzmaßnahmen, etwa Kälkung der Stämme oder Basteln und Aufhängen von Nistkästen, bei der Organisation der Ernten und vieles mehr möglich. Die Pflege der Obstbäume in den ersten Jahren ist gewährleistet. In der Zukunft soll ein Verein die Baumpflege übernehmen. Die Pflege der Fläche übernimmt die Stadt.

Äpfel, Birnen oder Pflaumen aus Dülken

Ab dem fünften Standjahr ist an den meisten Bäumen mit ersten Ernten zu rechnen. In den folgenden Jahren werden die Erntemengen steigen. Ausgewachsene Hochstamm-Apfelbäume sind in der Lage mehrere Hundert Kilogramm Äpfel zu tragen. Die Ernte der Obstbäume sollte deshalb mit in das Projekt einbezogen werden. Die Versteigerung des Obstes mit Vorteilen für die eingetragenen Spender ist eine von vielen Ideen, die im Jubiläumsgarten umgesetzt werden können.

Wer Pate für einen gesponserten Baum werden möchte oder seine künftige Mitarbeit anbieten will, kann sich bei Stadtförster Rainer Kammann melden.

Kontakt

Stadtförster Rainer Kammann
Städtische Betriebe
Eichenstraße 189
Telefon: 02162-101-420