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„Lebenshilfe“ auf dem Burgacker

Die Vermarktung des 4. Bauabschnitts „Auf dem Burgacker“ ist abgeschlossen

„Lebenshilfe“ auf dem Burgacker

Noch im Herbst dieses Jahres ist auf dem Burgacker im 4. Bauabschnitt das letzte Bauprojekt geplant. Und es ist ein ganz besonderes Bauprojekt: Hier wird in einem Wohnhaus im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus auf einem schönen 1245 m² großen Grundstück erschwinglicher barrierefreier Wohn- und Lebensraum für Menschen mit und ohne Behinderung entstehen. Zwei rollstuhlgerechte Wohnungen werden auch dabei sein. Die Grundstücks-Marketing-Gesellschaft (GMG) hat das letzte große Grundstück dort an die Lebenshilfe Kreis Viersen e.V. verkauft. Thomas Küppers, Geschäftsführer der GMG und Beirats-Vorsitzender Paul Mackes freuen sich sehr, dass die intensiven Gespräche und Verhandlungen mit dem Geschäftsführer Michael Behrendt der Lebenshilfe e.V. so gute Früchte getragen haben und der 4. Bauabschnitt mit diesem Vorhaben dann seine Vollendung finden kann. Sowieso ist der Burgacker ein Stück Erfolgsgeschichte der GMG, das sich sehen lassen kann, denn auch der 5. und letzte Bauabschnitt des Burgackers befindet sich schon mitten in der Vermarktung und die Nachfrage ist erfreulich hoch.

Lebensqualität für Menschen mit Handicap

Inklusives Wohnen in sieben Wohneinheiten ist geplant – der Bauplan der Architektengemeinschaft Dewey & Blohm-Schröder zeigt bereits, auf welche Lebensqualität und vielversprechende Zukunft sich die Menschen, die dort leben werden, freuen dürfen. Im Erdgeschoss ist eine Gruppenwohnung für fünf behinderte Menschen geplant. Dort wird jeder Mieter ein eigenes privates Zimmer mit Bad haben. Ein gemeinsamer Wohnbereich mit Küche, eine große Terrasse mit Garten, Wiese und Bäumen werden das ansprechende Gruppen-Wohnangebot ergänzen. Damit Unterstützung und Hilfe durchgängig sichergestellt sind, wird es auch ein Mitarbeiterbüro mit Schlafmöglichkeit geben, wo ein Betreuer oder eine Betreuerin untergebracht werden können.

Konzept für Begegnung und Miteinander

Auf der oberen Etage dürfen sich vier zukünftige Mieter auf sehr schöne ca. 50 m² große Apartments freuen. Ein Wohnbereich mit integrierter Küche, ein Schlafzimmer und ein Bad sowie auch ein Balkon erwarten dort sowohl Menschen ohne Behinderung als auch behinderte Interessenten. Zwei weitere Wohnungen hält das Dachgeschoss bereit. Ein Gemeinschaftsraum mit großem Tisch und Küche im ersten Obergeschoss soll allen Hausbewohnern zur Verfügung stehen. Hier wird man sich zum gemeinsamen Kochen, Kaffeetrinken, Spielen oder einfach nur zum Schwätzchen treffen können. Inklusion, Begegnung, Miteinander – dies sind die zentralen Aspekte des Wohnkonzepts in dem neuen Wohnhaus.

Trotz Behinderung ein selbständiges Leben führen

An vielen Standorten der Viersener Region sind im Laufe der Jahre durch die Lebenshilfe bereits betreute Wohngebote entstanden. Geschäftsführer Michael Behrendt von der Lebenshilfe Kreis Viersen e.V., die sich bereits seit 1967 dem Wohl und der Integration geistig behinderter Menschen widmet, freut sich sehr über den neuen idealen Standort am Burgacker, integriert in das familienfreundliche Wohngebiet. „Eine gute Lage ist enorm wichtig, damit Menschen mit Behinderung so selbständig wie möglich ein normales Leben führen können“, erklärt Michael Behrendt. „Am Burgacker ist all dies kein Problem. Der Supermarkt ist gleich nebenan, man benötigt kein Auto, um die Dinge des täglichen Bedarfs einzukaufen“, ergänzt Behrendt. Dieses Lebensumfeld sowie das eigenständige Wohnen sind für behinderte Menschen enorm wichtig, damit sie trotz Behinderung ihre Kompetenzen erhalten und leben können und im Alltag genauso gefordert und gefördert werden können wie ihre Mitmenschen.

Lebenswert leben und Werte leben

Am Burgacker, in der St. Ulrich Gemeinde gelegen, ist der Weg in die Innenstadt, zum Bus, zur Kirche, zum Schwimmbad nicht weit und in einem 10-Minuten-Spaziergang getan. Ein Treffen zum Kaffee oder Bierchen können selbständig unternommen werden. Nah gelegen und gut erreichbar sind auch Werkstätten für Behinderte in Vinkrath und Breyell – die Wege sind kurz, die Busverbindungen gut. Das gemeinsame Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung ist ein sehr großer Gewinn sowohl für diese Menschen als auch für die Gesellschaft, weiß Lebenshilfe-Geschäftsführer Behrendt. Gegenseitige Hilfe und Unterstützung, Verständnis und Rücksichtnahme in einer vom Miteinander geprägten Nachbarschaft sind von großem Wert. Auch Freundschaften entstehen auf diese Weise. Das neue Wohnhaus wird zudem zwei Garagen bekommen, die von anderen Anwohnern des Burgackers, die noch eine zusätzliche Garage benötigen, angemietet werden können.

Countdown zum Spatenstich läuft

Wenn alles nach Plan läuft, werden im kommenden Jahr die ersten Mieter ihr neues Domizil am Burgacker beziehen. Sämtliche Anträge mit allen Formalitäten sind auf den Weg gebracht, damit hoffentlich zum 1. September auch der erste Spatenstich erfolgen kann. Lebenshilfe-Geschäftsführer Michael Behrendt und GMG-Geschäftsführer Thomas Küppers erwarten in gemeinsamer Vorfreude den Start dieses vielversprechenden Projekts, welches die lobenswerte Vielfalt in Viersen um einen weiteren wichtigen Mosaikstein ergänzen wird.