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Minijobs: Chance oder Falle für Ihr Unternehmen? Geld sparen durch neue Beschäftigungsarten!

Einladung zur Informationsveranstaltung für Unternehmen am 19. März 2015

Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Mittlerer Niederrhein, der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Viersen, die Agentur für Arbeit Krefeld sowie das Jobcenter Viersen laden in Kooperation mit dem Steuerberaterverband Düsseldorf Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Region zu einer Informationsveranstaltung ein, auf der verschiedene Beschäftigungsverhältnisse einander gegenübergestellt werden sollen und über die damit einhergehenden Möglichkeiten, Geld zu sparen, informiert wird.

Expertinnen und Experten werden an diesem Nachmittag in Vorträgen über den Nutzen und vor allem über die Vorteile bestimmter Beschäftigungsformen sprechen. Darüber hinaus werden Handlungswege für die mögliche Umsetzung in der Praxis aufgezeigt. Als Experten referieren unter anderem der Steuerberater Ralph Bodenbenner zum Thema „Minijob oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigung? – Vor- und Nachteile der jeweiligen Anstellungsverhältnisse“ sowie der Rechtsanwalt Michael Fechler (Unternehmerschaft Niederrhein) mit einem Beitrag unter der Überschrift „Arbeitsrechtliche Aspekte verschiedener Beschäftigungsarten“.

Minijob, lohnt sich das?

Die einladenden Institutionen und Organisationen wollen mit dieser Informationsveranstaltung die Unternehmen in der Region in Bezug auf Alternativen zu Minijobs sensibilisieren und zu konkreten Veränderungen in der Praxis auffordern. Vor allem angesichts der Einführung des Mindestlohns und den dadurch geänderten Rahmenbedingungen sind Minijobs erneut als Beschäftigungsart infrage gestellt. Untersuchungen haben ergeben: Minijobs sind für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber im Grunde teurer als andere Beschäftigungsarten. Bei einer Abwendung von dieser Beschäftigungsform ließe sich rund ein Viertel des Arbeitgeberanteils an den Sozialausgaben einsparen und wesentlich flexibler mit der Stundenanzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern planen.

Birgit Weber, Projektleiterin des Kompetenzzentrums Frau und Beruf, sieht in der Abkehr von Minijobs eine klassische Win-win-Situation für alle Beteiligten: „Unternehmen können ihre Kosten senken und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Beschäftigungsverhältnisse wechseln, die ihre Zukunft besser absichern. Vor allem viele Frauen bleiben lange in Minijobs verhaftet und müssen so, beispielsweise nach der Familienphase, auch auf Karrierechancen und Einkommen verzichten.“

Auch für Ingo Schabrich, Dezernent für Jugend und Bildung, Gesundheit und Soziales des Kreises Viersen ein gewichtiges Argument: „Wir haben im Kreis Viersen einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Beschäftigten in Minijobs. Dies bedeutet auch, dass viele dieser Menschen nicht von ihrem Einkommen leben können. Die Veranstaltung bietet uns die Chance, gemeinsam mit Unternehmerinnen und Unternehmern zu erörtern, welche Alternativen es gäbe und wie sich andere Wege beschreiten ließen“.

Für den Steuerberater Ralph Bodenbenner ist es vor allem von großer Bedeutung, Unternehmer und Unternehmerinnen sachlich über die Auswirkungen der verschiedenen Beschäftigungsverhältnisse zu informieren: „Aus meiner Erfahrung heraus besteht noch ein hoher Informationsbedarf bezüglich der Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Anstellungsverhältnisse. Allerdings ist es für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber aus wirtschaftlicher Perspektive eindeutig günstiger, auf Minijobs zu verzichten. Zu bedenken ist dabei der Konflikt mit den Beschäftigten, die häufig diese Art der Anstellung aus finanzieller Sicht bevorzugen.“

Gleichzeitig bietet die Veranstaltung eine Plattform für Unternehmen aus der Region, um sich kennenzulernen und zu vernetzen. Erfahrungen aus der Praxis sowie Empfehlungen zur Personalpolitik können bei einem geplanten Imbiss zwanglos ausgetauscht werden.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, dem 19. März 2014, um 16:00 Uhr im Haus Bey in Nettetal Hinsbeck statt. Unternehmen können sich per E-Mail anmelden.

Über das Kompetenzzentrum:

Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Mittlerer Niederrhein unterstützt Unternehmen dabei, dem prognostizierten Fachkräftemangel frühzeitig und wirkungsvoll zu begegnen. Vor allem das Potenzial gut ausgebildeter Frauen kann mit einer lebensphasenorientierten Personalpolitik und der Umsetzung der beruflichen Gleichstellung im Unternehmensalltag besser ausgeschöpft werden. Unterstützt wird das Kompetenzzentrum insbesondere durch den Kreis Viersen, die Wirtschaftsförderungen in Krefeld und Mönchengladbach sowie dem A.U.G.E. Institut der Hochschule Niederrhein.