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Nieren- und Diabeteszentrum (NDZ) baut im Businesspark Ransberg

Pflegepersonal bei der Dialysetherapie eines Patienten (Foto: NDZ Nieren- und Diabeteszentrum Viersen)

Entwurf des neuen Dialyse- und Diabeteszentrums in Viersen | Ingenieurbüro Stefan Drachenberg

Immer mehr Menschen in Deutschland benötigen eine Dialyse-Behandlung. Denn durch die demografische Entwicklung gibt es nicht nur immer mehr ältere Menschen – die Menschen werden auch immer älter. Das Nieren- und Diabeteszentrum Viersen (NDZ) bekommt daher schon länger zunehmend Engpässe durch die steigende Patientenzahl zu spüren. Zeit für ein Neubauprojekt mit ganz neuem Raumkonzept, entschied die Geschäftsführung des Zentrums kurzerhand im Frühjahr dieses Jahres. Damit soll den zurzeit baulich-räumlich unzureichenden Bedingungen und den neuen Anforderungen an Hygiene und Logistik begegnet werden. Auch das Auslaufen des Mietvertrages im bisherigen Hauptzentrum im Kampweg unterstützte dabei den Anstoß zu der Entscheidung. Die Grundstücks-Marketing-Gesellschaft der Stadt Viersen (GMG) gab den wertvollen Plänen des Diabeteszentrums ein starkes Fundament: Im Businesspark Ransberg verkaufte sie für das Vorhaben einen idealen 6 300 Quadratmeter großen Baugrund. Mitte 2017 will das neue Haus mit einem Investitionsvolumen von ca. 5 Millionen Euro einschließlich aller modernen Geräte bereits seine Türen öffnen.

NDZ – seit 1982 in ständigem Wachstum

Seine Wurzeln hat das heutige NDZ auf der Königsallee in Viersen. Dort gründete damals Dr. med. Jürgen Lautenschläger das NDZ und erweiterte von da an durch den steigenden Bedarf an Dialysemöglichkeiten stetig die Anzahl der Ärzte, das Pflegepersonal und die Behandlungsmöglichkeiten. Das Angebot wurde 1997 durch eine Dialysestation mit Praxisbereich am Städtischen Krankenhaus in Nettetal ergänzt. Im Jahr 2009 kam ein weiterer Behandlungs-Standort am Allgemeinen Krankenhaus in Viersen hinzu. Heute beschäftigt das NDZ über 70 Angestellte. Ein weiterer Ausbau dieser Mitarbeiter-Ressourcen aus Pflegekräften – viele mit der Qualifikation als Dialysefachschwester/-Pfleger –, medizinischen Fachangestellten, Buchhaltungspersonal, Schreibkräften, Hilfspersonal, Küchenpersonal, Sporttherapeuten, Diabetesberater/innen, Fachpersonal für Hygiene sowie fachärztliches Personal für Innere Medizin mit den Bereichen Nephrologie, Diabetologie, Hypertensiologie, Lipidologie ist aufgrund des steigenden Bedarfes zu erwarten.

Das neue Raumkonzept am Businesspark Ransberg

Mit dem neuen Niedrigenergiebau, der den Einsatz von Sonnenenergie nutzen wird und dessen bisher unzureichender veralteter oder fehlender Klimatisierung nun modernste Technik folgen soll, wird am Ransberg ein völlig neues Raumkonzept verwirklicht. Das neue Haus wird dann der wachsenden Anzahl von Dialyse- und Diabetespatienten sowie den vorgegebenen Hygienerichtlinien gerecht werden können. Auf einer Fläche von rund 1.800 Quadratmetern auf zwei Ebenen wird das Raumkonzept umgesetzt. Der größte Flächenanteil ist für Funktions- und Behandlungsräume der Dialysestation vorgesehen. Insgesamt sind 53 Behandlungsplätze geplant, die auch den Bedarf an Infektionsbehandlungsplätzen abdecken sollen. Die Stationsbereiche am Allgemeinen Krankenhaus Viersen und am Städtischen Krankenhaus in Nettetal bleiben erhalten.

Verbesserte Abläufe – Aufenthaltsqualität für Patienten

Das neue Raumkonzept sieht optimierte Arbeitsabläufe für das Personal vor und will den Patienten die Therapiezeit so angenehm wie möglich gestalten. Denn Dialysepatienten verbringen viel Zeit auf der Station – dreimal wöchentlich benötigen sie die fast 5-stu?ndige Behandlung. Neben modernster Dialyse- und Wasseraufbereitungstechnik legt das NDZ deshalb auch großen Wert auf Unterhaltungs- und Kommunikationstechnologien. Dies bedeutet einen großen Gewinn an Lebensqualität mit sinnvollen Unterhaltungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Menschen, die auf diese sehr zeitintensive Therapie angewiesen sind.

Kompetenzzentrum für Fort- und Weiterbildung

Aufgrund des steigenden Lebensalters und der Zunahme des Diabetes mellitus ist mit einer weiteren langsamen, aber stetigen Zunahme von Patienten zu rechnen, die eine Nierenersatztherapie (Dialyse) brauchen. Dies macht die Entscheidung für ein erstklassiges und hochwertiges Behandlungszentrum so wichtig. Im Praxisbereich des NDZ werden die medizinischen Fachrichtungen der Inneren Medizin im Bereich Nephrologie, Hypertensiologie, Diabetologie und Lipidologie betreut. Weiterhin wird derzeit die Möglichkeit geprüft, ein Dialysekompetenzzentrum anzugliedern. Das Kompetenzzentrum soll der Information, Fort- und Weiterbildung fu?r nephrologisches Fachpersonal in Medizin und Pflege dienen. Ein sehr reizvoller ergänzender Schritt im Bildungsbereich zu den schon bestehenden angebotenen Weiterbildungen zur/zum Dialysefachschwester/-pfleger oder der Qualifikation zur Hygienefachkraft. Überregionale Medizintechnikunternehmen haben bereits ihr Interesse an einer Kooperation in dem Projekt eines Kompetenzzentrums angekündigt.

Mit nachhaltiger Infrastruktur in die Zukunft

Auch was die umliegende Infrastruktur betrifft, ist das neue NDZ auf dem viel Freiraum bietenden Grundstück nachhaltig und auf die Zukunft ausgerichtet. Im großzügigen neuen Parkplatzbereich sollen Angestellte ihr E-Bike oder ihr E-Car an eigens dafür vorgesehenen Ladestationen mit Strom versorgen können. Die Stromenergie wird durch eine 850 qm große Solaranlage eingespeist. Die optimale weitläufige Freiraumfläche des Grundstücks war für das NDZ neben vielen anderen Pluspunkten der Lage auch ein tragender Aspekt, sich im Businesspark Ransberg anzusiedeln. Das Gewerbegebiet Ransberg zählt aufgrund seiner zahlreichen Standortvorteile zu den Top-Standorten in der Stadt Viersen und der Region zwischen Düsseldorf und den Niederlanden. Die optimale geografische Lage im Mittelpunkt der Kreisstadt Viersen, die Verkehrsanbindung mit dem am Ransberg ganz neuen Anschluss an den ÖPNV, der jetzt zwei Bushaltestellen mit mehreren Linien in unmittelbarer Nähe bietet, und ein breites Sortiment an Infrastrukturangeboten zeichnen das Gewerbegebiet Ransberg aus.

GMG-Prozesse: effizient, zuverlässig, ergebnisstark

Zur Freude des NDZ-Teams über die hervorragende Wachstums-Perspektive gesellt sich die Freude der GMG über diesen wichtigen Vermarktungserfolg in ihrem attraktiven insgesamt 40.000 qm großen Gewerbegebiet am Ransberg. Ein ausgesprochen zufriedenstellendes Win-win-Ergebnis sozusagen. So freut sich GMG-Beiratsvorsitzender Herr Paul Mackes, dass das vom Beirat der GMG kommunizierte Konzept zur Ansiedlung des angestrebten Branchenspektrums mit dem NDZ bereits eine Punktlandung im Bereich Medizin erreichen konnte. Und auch das GMG-Versprechen eines effizienten und schnellen Baugenehmigungsmanagements wurde optimal eingelöst: Vom Erstkontakt zwischen NDZ und GMG bis zur Beurkundung vergingen nur zwei Monate einschließlich der Abstimmungsgespräche zum Genehmigungsmanagement. Ebenso zügige und ergebnisstarke bürokratische Prozesse zeigen sich im Immobilienmanagement der GMG bezüglich des „alten“ bald leerstehenden NDZ-Gebäudes – hier gibt es schon regen Kontakt zu vielversprechenden und passenden Interessenten.

Neues NDZ: Erfolg für Stadt und Menschen

Innerhalb eines Jahres will die Fachärzte-Gemeinschaft des NDZ nun den Neubau im Businesspark Ransberg realisieren. Für die Mediziner Dr. Stefan Degenhardt, Dr. Gerhard B. Schmidt und Dr. Sven Herrnberger und deren 70 Mitarbeiter starkes Team bedeutet das Vorhaben einen großen Schritt nach vorn bezüglich Betreuungs- bzw. Arbeitsprozessqualität für Patienten und medizinisches Personal. Für Geschäftsführer Thomas Küppers und sein GMG-Team ist mit dem Vermarktungserfolg des Baugrunds ein wichtiges und lebenserhaltendes Projekt als ein wertvoller Beitrag für die Zentralität und die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Stadt Viersen gelungen.