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Perspektivenwechsel

Die Teilnahme an CHECK IN im Juni hat sich für die Stadt Viersen doppelt gelohnt.

Die Stadt Viersen beteiligt sich regelmäßig an CHECK IN, einer dezentralen Schule-Wirtschaft Aktion im Kreis Viersen, die jeweils bei den teilnehmenden Unternehmen stattfindet. In diesem Jahr, am 16. Juni, fanden 51 Jugendliche den Weg ins Stadthaus, um sich über Ausbildungsmöglichkeiten bei der Stadt zu informieren. Organisiert wurde der Tag von den aktuellen Auszubildenden des gehobenen Dienstes der Stadt Viersen. Für sie war das eine aufregende Aufgabe. „Zuerst mussten wir ja vorab die Planung für diesen Tag durchführen. Dazu gehörte die Kommunikation mit den verschiedenen Fachbereichen und das Einsammeln von Information über die anderen Ausbildungsmöglichkeiten der Stadt. Spannend, was es da so alles gibt“, berichten die Azubis Anne Lackmann und Bernd Kops in einem persönlichen Rückblick. Zu den Vorbereitungen gehörte auch das Aufstellen diverser Informationsstände, des Empfangspunktes und das Aufhängen zahlreicher Plakate. Die Stellwände wurden informativ und ansprechend mit Bildern und Tätigkeitsbeschreibungen der verschiedenen Ausbildungsberufe bestückt. Zu den Ausbildungsinhalten lagen Informationsbroschüren sowie Kugelschreiber und Leinenbeutel zum Mitnehmen aus.

Die Vorbereitungen am Tag selber, begannen für die städtischen Auszubildenden schon morgens früh um halb neun. Nach einer Begehung des Foyers, mussten sie die bei den anderen Fachbereichen bestellten Aufsteller, Stellwände und Tische in Empfang nehmen. Bis zum offiziellen Start um 13.00 Uhr wurden alle Stellwände beschriftet und das Stadthaus dekoriert. Mehr als pünktlich erschienen die ersten interessierten Jugendlichen dann auch schon zwanzig Minuten vor dem offiziellen Start im Stadthaus. „Uns ist aufgefallen, dass es kaum Resonanz bei den Berufen der städtischen Betriebe gab, dafür aber reges Interesse an den Verwaltungsberufen. Hierwurde deutlich, dass die Tendenz eindeutig zu Ausbildungen im nichttechnischen Verwaltungsbereich und hier Richtung mittlerer Dienst geht. Dies liegt, so sagten uns die Schüler, vor allem daran, dass sich viele Schüler das Studium nicht zutrauen würde. Das ist aber eine Voraussetzung für den gehobenen Dienst.“ So das Fazit von Anne Lackmann und Bernd Kops nach zahlreichen Gesprächen, welche sie mit den Jugendlichen führen konnten. „Für uns war es interessant, dass wir die gleichen Fragen gestellt bekommen haben, die wir uns selbst vor zwei Jahren gestellt haben.“ Auch das ist eine Erfahrung, die zeigt, wie gut die Idee der Stadt Viersen war, jetzige Azubis als Berater an diesem Tag zur Verfügung zu stellen. Besonders gefallen hat ihnen, auf die interessierten Berufseinsteiger zu zugehen und ihnen Tipps zur Bewerbung und dem Einstellungsverfahren zu geben. „Es hat es Spaß gemacht, von den eigenen Erfahrungen zu berichten.“ Ab 15.30 Uhr sank die Anzahl der Interessenten, bis die Berufsinformationsveranstaltung um 17.00 Uhr endete.

Überblick über die Ausbildungsberufe und Bewerbungsfristen der Stadt Viersen:

Ausbildungsberuf       Ende der Bewerbungsfrist
Brandmeister-Anwärter07. August 2015
Bachelor of Laws (LL.B.) / Bachelor of Arts (B.A.)30. September 2015
Verwaltungsfachangestellte30. September 2015
Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste30. September 2015
Forstwirte05. Februar 2016
Gärtner im Garten- und Landschaftsbau 05. Februar 2016
Kraftfahrzeugmechatroniker05. Februar 2016
Straßenwärter05. Februar 2016

Verwaltungsfachangestellte/r

Voraussetzung Schulabschluss: Hauptschulabschluss, Mittlerer Bildungsabschluss

Voraussetzung allgemein: Die Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten bildet eine solide Grundlage für eine qualifizierte Wahrnehmung von Aufgaben des öffentlichen Dienstes. Verwaltungsfachangestellte nehmen ähnliche Aufgaben wie die Kolleginnen und Kollegen des mittleren nichttechnischen Beamtendienstes wahr. Sie erledigen allgemeine Büro- und Verwaltungsarbeiten in Behörden und Institutionen der Kommunen. So sind sie beispielsweise mit der Antragsbearbeitung, Bescheiderteilung und Kostenrechnung in der Sozialhilfe oder im Ausländer-, Jugend- oder Baubereich befasst. In der Ausbildung lernen sie, die Funktion und Anwendung von Rechtsvorschriften und diese im Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern zu vertreten. Zuverlässigkeit, Lern- und Leistungsbereitschaft, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein gehören zu den wichtigsten persönlichen Voraussetzungen. Auch Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie Hilfsbereitschaft sind wichtige soziale Kompetenzen, über die der/die Bewerber/in verfügen sollte.

Fachangestellte/r für Medien- u. Info.Dienste

Voraussetzung Schulabschluss: Hauptschulabschluss, Mittlerer Bildungsabschluss

Voraussetzung allgemein: Die Stadt Viersen bildet Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste in den Fachrichtungen Archiv und Bibliothek aus. Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Archiv sichten, bewerten und archivieren Schriftgut sowie andere Informationsträger und pflegen den Archivbestand. Daneben organisieren und überwachen sie die Ausleihe. Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Bibliothek wirken beim Aufbau und der Pflege von Bibliotheksbeständen mit. Im Benutzerservice beraten sie Kunden und besorgen Medien oder Informationen für sie.

Vermessungstechniker/in

Voraussetzung Schulabschluss: Hauptschulabschluss, Mittlerer Bildungsabschluss

Voraussetzung allgemein: Vermessungstechniker/innen führen Lage- und Höhenvermessungen im Gelände durch, werten die Messdaten aus und er-stellen bzw. aktualisieren Pläne und Karten mit Hilfe von Computern bzw. per Hand. Wenn Vermessungstechniker/innen Lage- und Höhenvermessungen durchführen, analysieren und ergänzen sie vorhandene Unterlagen, überprüfen die Vermessungspunkte im Gelände und vermessen es von diesen Punkten aus. Markierungen, z. B. für die geplanten Baugrundstücke bzw. Bauwerke übertragen sie den Angaben aus den Planungsunterlagen entsprechend in das Gelände. Anschließend werten sie die Vermessungsergebnisse aus und erstellen bzw. aktualisieren die Planungsunterlagen. Sie informieren auch Auskunftssuchende.

Gärtner/in div. Fachrichtungen

Voraussetzung Schulabschluss: Hauptschulabschluss, Mittlerer Bildungsabschluss

Voraussetzung allgemein: Gärtner/innen der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau bauen und pflegen Außenanlagen, insbesondere Grünanlagen aller Art. Sie gestalten ganze Landschaften durch fachgerechtes Anpflanzen von Rasen, Bäumen, Büschen, Stauden und Blumen. Gärtner/innen der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau legen Außenanlagen aller Art an, von Hausgärten, Terrassen und Parks über Spiel- und Sportplätze bis hin zu Verkehrsinseln, Begrünungen an Verkehrswegen und in Fußgängerzonen. Sie pflastern auch die Wege und Plätze der jeweiligen Anlagen, bauen Treppen und Trockenmauern. Außerdem begrünen sie Dächer und Fassaden, legen Biotope an und pflegen sie oder rekultivieren Mülldeponien und Kiesgruben. So tragen sie zum Umwelt- und Naturschutz bei. Darüber hinaus pflegen sie historische Gartenanlagen.

Straßenbauer/in

Voraussetzung Schulabschluss: Hauptschulabschluss, Mittlerer Bildungsabschluss

Voraussetzung allgemein: Straßenbauer/innen stellen den Unterbau und den Belag von Straßen, Wegen und Plätzen her und halten die Verkehrswege instand. Straßenbauer/innen bauen Haupt- und Nebenstraßen, Geh- und Fahrradwege, Fußgängerzonen. Nach dem Abstecken der Baustelle beginnen sie mit den Erdarbeiten: Bodenmassen müssen gelöst, transportiert, planiert und verdichtet werden. Dazu setzen Straßenbauer/innen Bagger, Raupen und Walzen ein. Auf den verdichteten Untergrund bringen sie als Unterbau meist eine Schotterschicht auf, darauf kommen weitere Gesteinsgemische und erst darüber eine Beton- oder Asphaltdecke als Fahrbahn. Für Pflasterarbeiten, Randbefestigungen, Böschungen und Entwässerungsgräben sind sie ebenfalls zu-ständig. Neben dem Neubau gehören auch Unterhaltungs- und Reparaturarbeiten an Wegen und Straßen zu ihren Aufgaben.

Hinweis: Es besteht ggf. auch die Option, zunächst eine zweijährige Ausbildung zum/zur Tiefbaufacharbeiter/in zu absolvieren. Nach erfolgreichem Abschluss kann sich dann eine einjährige Ausbildungsfortführung als Straßenbauer/in anschließen.

Straßenwärter/in

Voraussetzung Schulabschluss: Hauptschulabschluss, Mittlerer Bildungsabschluss

Voraussetzung allgemein: Die dreijährige Ausbildung als Straßenwärter/in kann jeder beginnen, der über einen Hauptschulabschluss der Klasse 10 Typ A verfügt. Während der dreijährigen Ausbildung besuchen die Auszubildenden die gleiche Berufsschule wie die Straßenbauer/innen. Bestandteil der Ausbildung zum/r Straßenwärter/in ist auch der Erwerb des Führerscheins der Klasse C und CE. Straßenwärter/innen sorgen für die Instandhaltung von Straßen, Wegen und Plätzen. Sie sind zuständig für die Bearbeitung von Grünflächen wie Böschungen und Gräben an den Straßenrändern. Gleichzeitig kümmern sie sich um die Absicherung von Baustellen und die Unterhaltung von Verkehrszeichen. Im Winter nehmen sie den Streu- und Räumdienst wahr.

Forstwirt/in

Voraussetzung Schulabschluss: Hauptschulabschluss, Mittlerer Bildungsabschluss

Voraussetzung allgemein: Forstwirte und Forstwirtinnen begründen, schützen und pflegen Waldbestände, ernten Holz, sortieren und lagern es. Sie führen alle Aufgaben aus, die zur Erhaltung und Nutzung des Waldes erforderlich sind. Den Waldbestand zu erhalten und zu pflegen ist ihre Aufgabe: Forstwirte und Forstwirtinnen gewinnen Saatgut, bearbeiten den Boden, ziehen in Baumschulen Bäumchen heran und forsten Flächen auf. Sie pflegen und schützen die Waldbestände, indem sie z. B. Gras und Wildkraut ausschneiden und Schädlinge bekämpfen. Darüber hinaus fällen sie Bäume, transportieren, sortieren und lagern das Holz. Außerdem bauen und unterhalten sie Waldwege und Erholungseinrichtungen.

Beamt(er/in) – Feuerwehr (mittl. techn. Dienst)

Voraussetzung Schulabschluss: Mittlerer Bildungsabschluss

Voraussetzung allgemein: zzgl. einer abgeschlossenen und dem Feuerwehrberuf dienlichen Ausbildung

Duale Studiengänge: Bachelor of Law / Bachelor of Arts

Voraussetzung allgemein: Die Stadt Viersen bietet zwei Studiengänge mit verschiedenen Schwerpunkten an:  In dem Studiengang Kommunaler Verwaltungsdienst (KVD) werden Inspektoren mit einem Schwerpunkt im Bereich der Rechtswissenschaften ausgebildet, Abschluss: Bachelor of Laws (LL.B.). 

Im Studiengang Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre (VBWL) liegt der Schwerpunkt der Ausbildung im Bereich der Betriebswissenschaften, Abschluss: Bachelor of Arts (B. A.).

Das Berufsfeld ist vielschichtig. Sie treffen meist eigenständig Entscheidungen, arbeiten selbstständig und teamorientiert mit dem Ziel einer effizienten und effektiven Aufgabenerfüllung. Bachelor of Laws bearbeiten die unterschiedlichsten Verwaltungsvorgänge. Beispielsweise stellen sie Pässe aus, beraten in sozialen Belangen, verwalten Parks und Friedhöfe, erteilen Genehmigungen oder verhängen Bußgelder, nehmen Steuern und Gebühren ein oder zahlen Fördermittel aus. Sie kümmern sich um die Anliegen Rat und Hilfe suchender Bürgerinnen und Bürger, Firmen oder Organisationen. Dabei wenden sie Recht und Gesetz an. Bachelor of Arts begleiten und koordinieren vornehmlich betriebswirtschaftliche Verwaltungsaufgaben und -abläufe. Häufig begünstigt oder belastet eine durch die Verwaltung getroffene Entscheidung die Bürgerinnen und Bürger in ihrem privaten Umfeld. Aus diesem Grund sind insbesondere Kommunikationsfreudigkeit, Hilfs- und Einsatzbereitschaft sowie Fingerspitzengefühl auch in hektischen Situationen gefragt. Darüber hinaus werden von dem/der Bewerber/in Verantwortungsbereitschaft, Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit, Flexibilität sowie Lern- und Leistungsbereitschaft erwartet.

Angebotene Praktika: Schülerpraktikum