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Schulabschluss – was dann?

87 Prozent aller Haushalte kaufen beim Discounter Aldi ein. Rein statistisch war also nahezu jeder der 20 Schülerinnen und Schüler der Höheren Handelsschule des Berufskollegs Viersens bereits einmal bei Aldi einkaufen. Dennoch eröffnete sich dem ein oder anderem an diesem Tag eine neue Perspektive: Aldi-Süd präsentierte sich am 17. September in gut anderthalb Stunden als vielfältiger und anspruchsvoller Arbeitgeber.

Begleitet von ihrer Lehrerin Barbara Prinzen erfuhren die Jugendlichen von den Regionalverkaufsleiterinnen Sarina Pflaster und Sarah Leeling, beide zuständig für das Projekt Ausbildung/Fachkräfte-Rekruiting bei Aldi Süd, welche Möglichkeiten ihnen mit einem Realschulabschluss oder Abitur bei Aldi offen stünden. Neben der Ausbildung als Verkäufer oder Einzelhandelskaufmann zählen auch das Abiturprogramm zum geprüften Handelsfachwirt sowie das neue Angebot eines Dualen Studiums dazu. Das seit 1913 als Familienunternehmen gegründete Unternehmen Aldi, seit 1960 unterteilt in Süd und Nord, bietet seinen Mitarbeitern darüber hinaus jede Menge Möglichkeiten zur Weiterbildung und weitreichende Karrierechancen, beispielsweise durch das Aus- und Weiterbildungsprogramm „Fit für die Zukunft“ oder durch Schulungen in der Aldi Süd Akademie. Hier werden ein eigenes Nachwuchsförderungsprogramm und ein umfangreiches Seminarangebot offeriert. Darüber hinaus muss jede Filiale in der Lage sein „Erste Hilfe“ zu leisten, daher wird auch ein Ersthelferprogramm für Filialführungskräfte angeboten.

Besonders spannend für die Schüler waren aber die Berichte der in der Filiale tätigen Aylin Tas, die an dieser Besichtigung für Fragen bereit stand. Frau Tas durchläuft das Abiturientenprogramm zur geprüften Handelsfachwirtin bei Aldi Süd. Sie lobte einerseits das gute Betriebsklima und den Umgang mit Mitarbeitern, sprachen aber auch offen über die harte körperliche Arbeit und die täglichen Herausforderungen, die einen Azubi bei Aldi Süd erwarten. Die Informationen der Handelsfachwirtin wurde bereichert und ergänzt durch zwei Filme: Einer davon zeigt die sogenannte „Azubi-Filiale“, in der einen Monat lang die Auszubildenden sämtliche Arbeiten eines Filialteams  allein übernehmen und die Filiale selbständig leiten. Der Discounter erwartet von Schülern neben einem guten Schulabschluss eine gute Allgemeinbildung. Außerdem lege das Unternehmen einen hohen Wert auf Teamgeist, Fairness sowie Eigeninitiative und Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung.

Die Schüler bestätigten nach dem Besuch, dass dieser lehrreich und interessant gewesen sei. „Wir zeigen unseren Schülern Möglichkeiten, die sie wahrnehmen können und vielleicht selber noch gar nicht so im Blick hatten“, beschreibt Prinzen die Intention der Handelsschule. Veronika Kreuzer, die als zuständige Mitarbeiterin der Wirtschaftsförderung den Kontakt zwischen Schulen und Unternehmen anbahnt und fördert, zieht ebenfalls ein positives Fazit:

„Durch den unmittelbaren Kontakt zwischen Unternehmen und Schülern bauen wir Barrieren ab und bieten jungen Menschen eine Chance ihre berufliche Karriere am Wirtschaftsstandort Viersen planen zu können.“