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Staatssekretär Gunther Adler betont die Bedeutung kommunaler Ideen für die Entwicklung des Wohnungsmarktes

Viersener Handlungskonzept Wohnen

Vor einem Jahr ist der Prozess zur Erarbeitung des Handlungskonzepts Wohnen für die Stadt Viersen gestartet worden. Jetzt liegt der Entwurf des Abschlussberichts vor, der von den Akteuren des Viersener Wohnungsmarktes begleitet vom Institut InWIS Forschung und Beratung, Bochum, erarbeitet wurde. Beim Umsetzungsauftakt „WOHN.RAUM.WÜNSCHE. werden wahr“ in der Viersener Generatorenhalle, zudem rund 80 Akteure aus Politik, Verwaltung, Bürgerschaft und Wohnwirtschaft erschienen waren sind die Analysen und Handlungsempfehlungen vorgestellt und diskutiert worden. Dazu wurden bereits erste Ideen dazu formuliert, wie die Handlungsempfehlungen der Gutachter umgesetzt werden können.

Michael Neitzel vom Institut InWIS stellte in seinem einleitenden Vortrag die Rahmenbedingungen und Grundlagen für die Entwicklung des Wohnstandortes Viersen vor. Dabei legte er einen besonderen Schwerpunkt auf die sich ändernde Nachfrage im Verhältnis zum vorhandenen Wohnraumangebot und zeichnete die Bedarfe der Zukunft auf.

An Beispielen aus der Praxis wurde aufgezeigt, welche Wege zur Fortentwicklung des Wohnstandortes Viersen bereits eingeschlagen worden sind. Albert Becker von der VAB (Viersener Aktien Baugesellschaft AG) stellte das neue Wohngebiet „Solferino-Carée“) vor, das in innenstadtnaher Lage ein breites Angebot für unterschiedlichste Wohnraumwünsche anbietet.

Dr. Frank Pflüger, Büro HJP (Heinz Jahnen Pflüger Stadtplaner und Architekten Partnerschaft, Aachen) berichtete über seine Erfahrungen als Immobilienberater in der Dülkener Innenstadt und der Viersener Südstadt. Hier habe sich gezeigt, dass die einzelnen Privateigentümer direkt angesprochen werden müssen. Ihnen komme für Entwicklungs- und Erneuerungsprozesse im Quartierszusammenhang eine Schlüsselrolle zu.

Julia Zaum (Prangenberg und Zaum) stellte ein vielschichtiges Bauprojekt im Wohnungsbestand an der Süchtelner Straße vor. In ihrem Vortrag wurde deutlich, welche Anforderungen sich für bauliche Entwicklungen im Bestand stellen und welche Chancen sich für die Fortentwicklung des Wohnstandortes Viersen insbesondere im spannungsreichen Umgang mit Gebäudebestand und -neubau ergeben können. Das Objekt ist inzwischen voll vermietet. Vor allem junge Menschen zwischen 25 und 40 haben das Angebot zu schätzen gewusst.

Staatssekretär Gunther Adler machte deutlich, wie wichtig kommunale Handlungskonzepte seien, um die Herausforderungen der Zukunft bestehen zu können. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die vielfältigen Fördertöpfe, die das Land zur Verfügung stellt.

Nach den Praxisbeispielen fasste Bürgermeister Günter Thönnessen die wichtigsten Kernaussagen und Handlungsempfehlungen des gutachterlichen Berichts zusammen. Er gab einen Ausblick, worauf die künftigen Entwicklungsprozesse für die Fortentwicklung des Wohnstandortes Viersen ausgerichtet werden müssen. Er forderte alle Beteiligten auf, das Konzept nun mit Leben zu füllen. Dies könne nur bei einer Vernetzung aller Akteure etwa in einem Trägerverein erreicht werden. Maßnahmenpakete für konkrete Projekte und Strategien am Wohnungsmarkt müssen geschnürt und aufeinander sachlich und zeitlich getaktet werden. Viersen müsse zu einem Premiumwohnstandort werden. Abgeschlossen wurde die von Katja Eifler moderierte Veranstaltung mit einer Podiumsdiskussion, die den Startschuss für die Arbeit an der Umsetzung des Handlungskonzeptes Wohnen markierte.

Den vorläufigen Bericht zum Handlungskonzept Wohnen können Sie als PDF herunterladen.