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Stadt Viersen investiert in Spielplätze

In den vergangenen Monaten sind auf den Spielplätzen der Stadt Viersen zahlreiche neue Spielgeräte mit einem Materialwert von rund 142.000 Euro aufgestellt worden. Dies konnte Bürgermeister Günter Thönnessen am Dienstag bei einem Ortstermin auf dem Kreativspielplatz am Konrad-Adenauer-Ring berichten. Etwa 60 Ausstattungselemente – von Bänken und Einzelgeräten bis hin zu komplexen Kombinationsgeräten – wurden für insgesamt 25 Spielflächen in Viersen, Dülken, Süchteln und Boisheim angeschafft.

Am Konrad-Adenauer-Ring befinden sich jetzt als Neuheiten einen Kletterparcours, ein Spielhaus, einen Sandbagger und neue Bänke. „Eine besondere Attraktion“, so der Bürgermeister, „sind zwei Spielgeräte, die gleichermaßen für Kinder mit und ohne Behinderungen nutzbar sind.“ Diese Geräte befinden sich quasi in einer Erprobungsphase. Falls sie angenommen werden, sollen vergleichbare Modelle auch in Dülken und Süchteln aufgestellt werden.

Spielen nach Plan?

Grundlage für die Beschaffung oder den Ersatz von Spielgeräten ist der Spielflächenbedarfsplan der Stadt Viersen. Der Fachbereich „Kinder, Jugend und Familie“ analysiert regelmäßig das vorhandene Spielflächenangebot. Um Entscheidungen über den Unterhalt, eventuell auch über einen Rückbau von Spielplätzen treffen zu können, werden zahlreiche Kriterien berücksichtigt. Dabei spielen zum Beispiel die Altersstruktur in den Einzugsbereichen der Spielplätze, die Nutzungshäufigkeit, die Bevölkerungsdichte, die Erreichbarkeit, aber auch pädagogische Aspekte und der Zustand der Geräte eine Rolle. Für den Aufbau und die regelmäßige Kontrolle und Wartung sind die Städtischen Betriebe zuständig.

Im Haushalt 2015 stehen 100.000 Euro für die Ersatzbeschaffung von Spielgeräten zur Verfügung. Die Schließung von einigen Spielflächen, über die Anfang März im Jugendhilfeausschuss entschieden wurde, führt dazu, dass eingesparte Beträge in die anderen, weiter bestehenden Anlagen investiert werden können. „Bei der Diskussion über die Aufgabe von nicht mehr benötigten Spielplätzen wird leicht vergessen, dass zu jedem neuen Baugebiet selbstverständlich ein neuer Spielplatz dazu gehört“, sagte Jugenddezernent Dr. Paul Schrömbges. „Die Zahl der Spielflächen wächst also regelmäßig wieder.“

Vandalismus ist ein gesellschaftliches Problem

Bedauerlicherweise mussten die Städtischen Betriebe in diesem Jahr eine Zunahme von Schäden an Spielgeräten durch Vandalismus feststellen. Allein in den ersten vier Monaten 2015 lag die Höhe der Beschädigungen etwa in der Größenordnung des gesamten Jahres 2014, und zwar nach vorläufiger Schätzung im mittleren vierstelligen Bereich. „Für diese völlig sinnlosen Zerstörungen gibt es keine Erklärung“, sagte Bürgermeister Thönnessen, „es ist ein gesellschaftliches Problem, das wir mit unseren Mitteln nicht lösen können.“