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Unternehmertreffen: Viersener Frühstart

Die Zeile aus dem bekannten Kinderlied passt wunderbar auch auf das dritte Unternehmertreffen Viersener Frühstart. Statt geschabter gelber Rüben warteten allerdings knusprige Brötchen und leckerer Aufschnitt auf die Frühstücker, die den Weg in die Tischlerei Stappen auf der Spenglerstraße in Viersen auf sich genommen hatten. Auch dieses Mal gab es abgesehen von einer kurzen Begrüßung und einer Vorstellungsrunde der Unternehmer keine langwierigen festen Programmpunkte, dafür aber viel Zeit für Gespräche. Anschließend lud Geschäftsführer Klaus-Peter Maass noch zu einer Führung durch seine Tischlerei ein. Auf 850 Quadratmetern Werkstatt und Lagerfläche zeigte sich rasch: Statt Hobel und Hammer dominiert in einer modernen Tischlerei vor allem Hightech in Form von Maschinen, die computergestützt vielfältige Aufgaben erledigen. Nach der Besichtigung und gut zwei Stunden später machten sich die knapp 20 Gäste gut gestärkt und gut informiert wieder auf, um ihr eigenes Tagewerk zu beginnen.

Der Gastgeber

Die Tischlerei Stappen fertigt mit vierzehn festen Mitarbeitern deutschlandweit individuelle Einrichtungen und Möbel für den privaten Raum sowie für Läden und Praxen. Die Tischler bieten ihren Kunden dabei einen Rundum-Service, der mit einer umfassenden Beratung und Planung beginnt und erst mit einer fachgerechten Montage vor Ort endet. Als Ausbildungsbetrieb wirkt das Unternehmen einem zukünftigen Fachkräftemangel entgegen. Auch in diesem Jahr hat ein Lehrling seine Ausbildung bei Stappen begonnen. Veronika Kreuzer, Mitarbeiterin der Wirtschaftsförderung will durch eine bessere Vernetzung von Schule und Wirtschaft dazu beitragen, dass auch andere Unternehmen früh in Kontakt zu Schulen kommen und so ihren Nachwuchs vor Ort finden. Als neuer Inhaber ist Klaus-Peter Maass seit gut 16 Monaten für die Geschicke der Tischlerei verantwortlich.

Herr Maass, Sie waren bisher als Ingenieur in der Fahrzeugentwicklung tätig, hilft Ihnen das bei der Aufgabe Geschäftsführer einer Tischlerei zu sein?

Im Grunde ähneln sich die Tätigkeiten. Als Ingenieur habe ich Projekte entwickelt und fertiggestellt, dasselbe passiert jetzt hier, nur sind es inhaltlich andere Projekte, wie beispielsweise die optimale Einrichtung einer Arztpraxis oder eben der Bau eines perfekten Kleiderschranks für einen anspruchsvollen Privatkunden.

Individuelle Anfertigung klingt nach Exklusivität, also teuer?

Genau dies ist häufig ein Vorurteil, gegen das wir aber ankämpfen. Wir können unsere Leistungen oft zu den gleichen Preisen anbieten, die auch Möbelhäuser haben, mit dem Vorteil, dass unsere Kunden dann ein Stück genauso erwerben, wie sie es haben wollten, sowohl was die Funktionalität als auch die Materialauswahl betrifft. Ich bitte jeden, sich einfach mal herein zu trauen und sich von uns beraten zu lassen.

Stichwort Material, was ist denn gerade bei Hölzern angesagt? 

Im Möbelbau ist es vor allem Eiche und Nussbaum.

Die Gäste

Neben Vertretern der Sparkasse und der Wirtschaftsförderung nahmen diesmal auch zwei Politikerinnen vonseiten der CDU an der Veranstaltung teil. Beide sitzen als Vertreterinnen im Wirtschaftsförderungsausschuss. Der Kontakt zu Unternehmen vor Ort dient vor allem dazu, immer wieder nah an der Praxis zu arbeiten und anfallende Sorgen, Lob oder Kritik unmittelbar aufzunehmen. Als Neuer in der Runde konnte Michael Borgmann begrüßt werden, der jüngst eine neue Niederlassung von Intersport in Viersen eröffnet hatte. Konkrete berufliche Überschneidungen und damit ausreichend Potenzial für Synergien boten die weiteren Gäste, darunter die Architekten Dewey + Blohm-Schröder, Markus Kirchner, der mit seinem Ingenieurbüro seit 2006 ebenfalls im Gewerbegebiet Feldstraße ansässig ist, Bauunternehmer Alexander Schramm und Hubert Kowohl mit seiner Firma Heizung, Sanitär und Klima, die bereits Kunden gemeinsam mit der Tischlerei Stappen bedient.

Die Veranstalter

In Zusammenarbeit mit der Sparkasse Krefeld organisiert die Wirtschaftsförderung der Stadt Viersen die Reihe Viersener Frühstart. Hierbei treffen sich geladene Unternehmerinnen und Unternehmen morgens um acht zum frühen Netzwerken und Kennenlernen. Die Wirtschaftsförderung versucht dabei vor allem Firmen zusammenzubringen, die gemeinsame Berührungspunkte haben oder sich als Nachbarn in den jeweiligen Gewerbegebieten näher kennenlernen sollen. Die Frühstücke sind dabei immer bei gastgebenden Unternehmen, sodass die Beteiligten gleichzeitig die Gelegenheit haben einen Viersener Betrieb und seine Leistungen hautnah zu erleben. Die Sparkasse möchte ihre Geschäftspartner oder potenziellen Kunden näher kennenlernen, um sie noch individueller betreuen zu können.  

Bisher war der Viersener Frühstart zu Gast bei der WATCO GmbH sowie in der Kletterhalle Clip‘n Climb Niederrhein.

(Alle Bilder: antje prömper | fotodesign)

Im Gewerbegebiet Feldstraße fand am fünften November 2014 das dritte Treffen der Reihe Viersener Frühstart statt. Gastgeber war die Tischlerei Stappen, die auch zu einer Führung durch ihren Betrieb einlud. Doch wer Hobel und Nägel erwartete, wurde enttäuscht.