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Viersen Dialog 2015 I: Voller Energie und Antrieb

Der Netzwerktreff „ViersenDialog“ mit Lunch wird von der städtischen Wirtschaftsförderung und der Volksbank Viersen mehrmals im Jahr veranstaltet und findet jeweils bei einem Unternehmen mit Sitz in der Stadt Viersen statt. Ziel der Unternehmerveranstaltung ist es Unternehmen zusammenzuführen, bei denen es interessante Schnittpunkte gibt. Dieses Mal führte der Weg auf die Greefsallee in Viersen zur Groschopp AG, einem Unternehmen, das bereits 1922, damals noch unter anderem Namen, in die Produktion von Elektromotoren einstieg. Seit 1954 hat die heutige AG ihren Hauptsitz in Viersen und gehört aktuell zu den weltweit führenden Unternehmen auf dem Gebiet der elektrischen Antriebstechnik. Das Leistungsspektrum umfasst die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von Motoren, Getrieben und Reglern unterschiedlichster Bauart. Der Umsatz des Unternehmens, dass zusätzlich einen Produktionsstandort in Wegberg sowie eine Dependance in China betreibt, belief sich in 2014 auf 20,9 Millionen Euro.

Made in Viersen – ein gesunder Mittelstand

Dass Groschopp so gesund wächst hängt sicherlich auch mit dem inneren Antrieb der Unternehmenslenker zusammen, die stets Innovation mit Erfahrung und Talent sowie Leidenschaft mit bester Ausbildung zu kombinieren wissen. Das Ergebnis: Qualität „Made in Germany“, oder noch besser ausgedrückt „Made in Viersen“. Der Stolz auf Viersener Unternehmen, die sich mit ihrem Können und Produkten weltweit auf den Märkten behaupten, zog sich auch gleich zu Anfang durch die Begrüßungsansprachen der beiden Veranstalter. „Unser Mittelstand ist der Herausforderung der kommenden Jahre dank seiner Stärken gewachsen“, fasste es Thomas Hoffmann, Leiter Firmenkundenbetreuung der Volksbank Viersen, knapp zusammen. Dieser Aussage konnte Thomas Küppers, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Viersen, nur zustimmen und betonte zusätzlich, dass „vonseiten der Stadt der Weg immer in die Unternehmen hineinführt, um so schnelle und effiziente Unterstützung auf dem Weg in die Zukunft bieten zu können.“ Die Stadt Viersen betreibe bewusst eine aktive Mittelstandsförderung und richtet ihr Interesse dabei bewusst auf die Arbeitsplatzintensität, vor allem, wenn neue Flächen für Ansiedlungen vermarktet werden.

Voller Energie Richtung Zukunft

Wolfgang Pflug, Vorstand der Groschopp AG, begrüßte anschließend die geladenen Unternehmer und Gäste aus der Politik und bekräftigte sein Bekenntnis zum Standort in Viersen, gerade als produzierendes Unternehmen. Nach einer kurzen Präsentation der vielfältigen Geschäftsfelder der Groschopp AG stand das Thema der steigenden Energiekosten im Mittelpunkt. Als Produktionsbetrieb automatisch mit einem hohen Energiebedarf versehen, hatte die Groschopp AG nach neuen Wegen gesucht, um ihre Kosten zu senken und wirtschaftlich arbeiten zu können. Dabei stieß das Unternehmen auf die Möglichkeit der effizienten Kopplung von Stromerzeugung und Warmwasseraufbereitung durch den Einbau eines eigenen Blockkraftheizwerkes. Die heute liebevoll als „wilde Hilde“ bezeichnete Anlage entpuppte sich für die anwesenden Unternehmer bei einer abschließenden Betriebsbesichtigung als leise surrender verlässlicher Energiekostensenker. Die Funktionsweise des Kraftwerks erläuterte Hans Joachim Klammer, der mit seiner Firma EnergieConzept, die ganzheitliche Energiekonzepte für Unternehmen anbietet, die Anlage speziell auf die Bedarfe der Groschopp AG konzipierte und aufbauen ließ: „In rund zwei Jahren wird sich die Investition für die Groschopp AG bereits durch sinkende Ausgaben für Strom und Warmwasser amortisiert haben.“

Blockheizkraftwerke

Wer sich näher über die Möglichkeiten alternativer Energiekonzepte und die Möglichkeit der Finanzierung informieren möchte, kann mit Hans Joachim Klammer, Prokurist der Firma EnergieConzept Kontakt aufnehmen.

Telefon: +49 (0) 21 62 – 374 10 2 | 
Mobil: +49 (0) 176 – 98 30 07 50
E-Mail: hjk(at)energieconzept(dot)eu

Beim anschließenden Mittagsimbiss, der kurz durch eine interessante Vorstellungsrunde der anwesenden Unternehmen unterbrochen wurde, blieb ausreichend Zeit, um offene Fragen zum Thema Energie zu klären und neue Kontakte zu knüpfen. Als Gast mit dabei auch Cordula Albersmann, die an der Hochschule Niederrhein für die wissenschaftliche Weiterbildung und den Wissenstranfer zuständig ist und unter anderem in den Bereichen Ingenieurwissenschaft, Hygienemanagement und IT gezielte Fortbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter in Unternehmen anbietet. Interessante Gesprächspartner waren für sie Joachim Plantholt vom St.Irmgardis-Krankenhaus oder Martina Oosterkamp vom Seniorenhaus St.Cornelius. Und die Schnittstelle zu Groschopp? Fachkräfte und spezialisiertes Wissen. „Qualifizierte Mitarbeiter“, so Helmut Schlösser, Personalleiter der AG, „sind eine der größten Werte, mit denen das Unternehmen seine Erfolge sichert und Wachstum generiert“. Schon deshalb, so Schlösser weiter, ist der frühe Kontakt zum Nachwuchs unabdingbar. Dies wird sich künftig in Viersen auch in einer Kooperation mit dem Albert-Magnus-Gymnasium, niederschlagen.

Mit Jürgen Geiger von der Robert Bosch GmbH, Manfred Heimes von Baackes & Heimes und Wolfgang Stoffel von der Hueck Engraving GmbH & Co.KG sowie Ernst Peter Robertz von der Peter Robertz & Sohn GmbH vertraten sie bei diesem Dialog weitere in Viersen produzierende Unternehmen.

Hätten Sie das gewusst? In Viersen sitzt der heimliche Weltmarktführer für die Herstellung handgesteuerter Antriebe für Honigschleudern, einer der wichtigsten Bedarfe für Imker weltweit. Abgesehen von diesem durchaus bemerkenswerten Fakt, konnten die geladenen Unternehmer der Unternehmerveranstaltung „Viersener Dialog“ zahlreiche weitere interessante Details rund um den Gastgeber, die Groschopp AG, erfahren und sich über alternative Energiekonzepte informieren.