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Viersener Frühstart: Wiederholung gewünscht!

Bunt, gerne auch in Viersen

Seit zwei Jahren fertigt der Schreiner farbige Männchen aus Pappe, die als Symbol für „Freiheit, Vielfalt und Toleranz“ überall in Deutschland und sogar weltweit an den ungewöhnlichsten Orten, beispielsweise in Hollywood, wieder auftauchen. Als lustige Idee gestartet, fertigt er die bunten Pappfiguren heute in größeren Mengen als GmbH gemeinsam mit seinem Freund Michael Klinger. Den Gewinn, den die beiden damit erwirtschaften, spenden sie an einen guten Zweck. Inzwischen haben sich erste Botschafter dazugesellt, welche die Idee weiterverbreiten und mithilfe einer Vielzahl der bunten Menschen ebenfalls Geld für den guten Zweck sammeln. Knapp 20.000 Euro konnten so, nach Angaben auf der Website, bereits eingenommen werden. Wer selber Botschafter werden möchte, ist willkommen. Informationen gibt es im Netz unter www.bunte-Menschen.com.

Gesprächsstoff satt

Nach der kurzen Einführung wurde das leckere und ebenfalls ansprechend bunte Frühstücksbuffet eröffnet. Dabei wurde dieses Mal, angesichts der hohen Anzahl von über 65 Besuchern, bewusst auf die sonst traditionell folgende Einzelvorstellung der Unternehmer, verzichtet. „Wechseln Sie einfach einmal zwischendurch ihren Sitzplatz“, lautete die schlichte Aufforderung zum Netzwerken. Interessante Schnittstellen boten sich genug. So nutzte beispielsweise die seit zwei Jahren in Viersen für das Schwarzkopf & Henkel Werk zuständige Leiterin Dr. Dagmar Preis-Amberger die Gelegenheit, um mit Dr. Carsten Weiß als Vertreter der Kreisvolkshochschule, über ein individuelles Kursangebot im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements zu sprechen. Vor allem angesichts der Schichtarbeit der knapp 300 Beschäftigen, sei es mit den allgemeinen Betriebs­sport­angeboten in der Regel schwierig, so erzählte Dr. Preis-Amberger. Das Unternehmen mit Sitz in Dülken engagiert sich vor Ort bereits aktiv, um Personal zu werben und zu halten. So hat es gerade zum zweiten Mal an der kreisweiten und von der Wirtschaftsförderung unterstützten Aktion für Schülerinnen und Schüler CHECK IN teilgenommen – mit positiven Fazit- und schon eine Partnerschaft mit dem Dülkener Clara-Schumann-Gymnasium geschlossen.

Einen ganz anderen Anknüpfungspunkt an das Tischgespräch mit den Vertretern der Kreisvolkshochschule hatte dagegen Bauunternehmer Thomas Kuhlmann, Inhaber der Confido-Haus-GmbH. Ihn beschäftigte die Bezeichnung „barrierefrei“, ein Begriff, der heute in unterschiedlichsten Varianten genutzt wird, obwohl eigentlich Standards festgelegt sind. Hier wünscht er sich noch mehr Sachbezogenheit in den sachbezogenen entsprechenden Netzwerken.

Netzwerk im Netzwerk

Auch zahlreiche Unternehmen, die als Mitglieder des Vereins oder Mieter im Viersener Gewächshaus sitzen, hatten an diesem Morgen den Weg zum Viersener Frühstart gefunden. So konnte Thomas Lueck, der mit seiner Werbeagentur als ehemaliger Mieter und heutiger Förderer dem Gewächshaus verbunden ist, der freiberuflichen Grafikdesignerin Gesa Kieselmann-Fricke erfreut von dem kurz bevorstehenden Relaunch seiner Website unter www.lueck-Werbeagentur.de berichten. Auch Oliver Stolz, Teil der frisch in das Gewächshaus eingezogenen Resmo Trade GmbH, ein Handelsunternehmen das energiesparenden Leuchtmittel vertreibt, konnte von ersten Erfolgen berichten. Die Stadt Willich, so Oliver Stolz wird unterschiedliche Gebäude mit diesen Leuchtmitteln ausstatten und so hoffentlich den kommunalen Vorreiter für die weitere Verbreitung übernehmen. Für Thomas Blohm-Schröder als Architekt, der ebenfalls ein Förderer des Gewächshausvereins ist, sind das ebenfalls gute Nachrichten, denn auch wenn er persönlich nicht an den Erfolgen der jungen Gewächshauspflanzen partizipiert, leistet er mit seiner Mitgliedschaft „gerne einen Beitrag für Viersens Wirtschaft und damit für den Erfolg der Start-ups“. Unternehmen, die ebenfalls das Gewächshaus unterstützen wollen, können sich unter www.gewaechshaus-viersen.de oder direkt bei Monika Freund von der Wirtschaftsförderung Viersen näher informieren.

Croissants, Obstsalat oder Rührei mit Speck?

Gut zwei Stunden nach Beginn der Veranstaltung und noch zahlreiche interessante Gespräche weiter, verließen die ersten Unternehmer gut gestärkt den Rahserhof, um ihr Tagewerk zu beginnen. Der nächste Frühstart wird wieder branchenspezifisch ausgerichtet sein und bei einem Unternehmen vor Ort stattfinden. Dies ermöglicht einen intensiven Austausch. Wer selber einmal Gastgeber eines „Viersener Frühstarts“ sein möchte, kann sich bei Sandra Erkes von der Wirtschaftsförderung melden.

Eine breitgefächerte Auswahl von Unternehmen unterschiedlichster Branchen fand sich so sich an diesem Morgen im Rahserhof zum sommerlichen Frühstück ein. Manche Wiederholungen, so sagte es Stefan Vander stellvertretend für die gastgebende Sparkasse Krefeld, seien offensichtlich sehr erwünscht und natürlich hoffe er, dass dann auch dieses Mal wieder, im Anschluss an einen „Viersener Frühstart“, ein Sieg der deutschen Nationalmannschaft folgt. Vor vier Jahren hatten die Deutschen Kicker anschließend einen Sieg in der gerade stattfindenden Weltmeisterschaft errungen.

Gut besetzte Tische und vor allem die Mischung aus gestandenen großen Unternehmen, Handwerkern, Start-ups aus dem Gewächshaus, kreativen Einzelplayern und spannenden Mittelständler freuten auch Thomas Küppers von der Wirtschaftsförderung der Stadt Viersen: „Bunt durchmischt und breit aufgestellt, das ist eine gute Basis für einen starken Wirtschaftsstandort und bunt gemischt sei auch ein gutes Zeichen einer gesunden Gesellschaft“. Mit dieser Überleitung am Ende der Begrüßung holte er gleich den Süchtelner Schreiner Roland Ehlen an seine Seite und präsentierte dessen inzwischen deutschlandweit bekannte karitative Aktion „bunte Menschen“.