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Wirtschaftsförderung zu Besuch bei Bauen + Leben (Quacken)

Erfolgreicher Nachfolger mit Expansionsgedanken

Norbert Jansen, Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung, besuchte jetzt die BAUEN+LEBEN GmbH & Co. KG, die seit vergange­nem Jahr das operative Geschäft des Baustoffhandels der Gebr. Quacken übernommen hat. Vor Ort konnte er sich von einer erfolgreichen Nachfolgeregelung überzeugen.

Mit 71 Jahren hatte sich der damalige Geschäftsführer Hans H. Quacken im vergangenen Jahr aus seinem Baustofffach­handel zurückgezogen und in der BAUEN+LEBEN-Gruppe einen kundigen Nachfolger gefunden, der darüber hinaus auch die meisten Mitarbeiter übernahm. „Die Gruppe ist ein erfah­rener Partner, der schon etliche Standorte am Niederrhein betreut. Wir freuen uns sehr, dass mit dieser Nachfolge­rege­lung der Standort Viersen auch ein Jahr nach dem Wechsel nicht nur besteht, sondern auch floriert.“ So drückt Norbert Jansen aus, was viele Viersener bei der damaligen Übergabe gedacht haben mögen. Mit Marc Kückemanns, der bereits der Geschäftsführer des Nettetaler Baustofffachhan­dels BAUEN+LEBEN ist, hat ein erfahrener Geschäftsführer die Geschicke des Viersener Traditionsunternehmen in die Hand genommen. Hinter ihm steht die BAUEN+LEBEN-Gruppe, ein Zusammenschluss von mittelständischen Baustoffhändlern mit derzeit 29 Standorten. Darüber hinaus ist die Gruppe Mitglied der Einkaufsgemeinschaft Eurobaustoff. Die Firma Quacken kümmert sich heute nur noch um die Vermietung und Verwaltung der firmeneigenen Betriebsimmobilie.

Auf dem rund 4.000 Quadratmeter großen Gelände an der Gladbacher Straße arbeiten bereits sechs Mitarbeiter, darunter zwei Auszubildende. „Uns war es von Anfang an wichtig auch die gesellschaftliche Verantwortung, die Familienunternehmen für ihren Heimatstandort haben, mit zu übernehmen“, erläutert Marc Kückemanns, der mit seiner hohen Ausbildungsquote jungen Menschen Perspektiven geben möchte. In der mittelständischen BAUEN+LEBEN-Gruppe liegt die Ausbildungsquote bei 15 Prozent, insgesamt gibt es 450 Mitarbeiter. Fortbildungen und Schulungen, auch für alle anderen Mitarbeiter, finden in der eigenen Akademie in Tönisvorst statt.

Als Full-Service-Anbieter überzeugt der Viersener Standort mit seiner besonderen Beraterleistung, die durchaus auch private Kunden zu schätzen wissen.

Die Geschäfte am Viersener Standort laufen so gut, „dass wir schon heute über eine Expansion nachdenken. Wir wollen weiter wachsen und das gerne in Viersen“, ergänzt Kückemanns.

Damit gehören die Gebrüder Quacken zu den wenigen Mittelständlern, bei denen eine Nachfolge so reibungslos verlaufen ist. Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn schätzte im vergangenen Jahr, dass bis 2014 jährlich in gut 22.000 Unter­nehmen ein Nachfolger die Geschäftsführung antreten muss, weil der aktuelle Chef aus Alters oder gesundheitlichen Gründen abtritt. Die große Mehrheit hat mit ihrer Nachfolge zu kämpfen, vor allem, da viele zu sehr auf den Nachwuchs aus der eigenen Familie setzen.