Die Geschichte der Stadt Viersen

Erste Belege über eine Ansiedlung lauten 1182 noch auf den Namen „Versene“. Entgegen der weit verbreiteten Meinung leitet sich der Stadtname nicht von „vier Seen“ ab, sondern von dem alten Namen „Viers“ des heute so genannten „Dorfer Bachs“ in der Nähe der „Kaisermühle“, der ein Nebenzweig der Niers ist.

In dieser mittelalterlichen Zeit bis in die Neuzeit hinein lag die Einwohnerzahl von Viersen bei wenigen hundert Menschen. Erst im Zeitalter der Industrialisierung nahm die Bevölkerungszahl zu. Waren es 1818 nur 3.500 Menschen, so hatte die Stadt um 1900 herum schon 25.000 Einwohner und die Zahl stieg stetig. Als 1969 Dülken und Süchteln eingemeindet wurden, stieg die Einwohnerzahl noch einmal von 44.010 auf 85.171 im Jahr 1970. Im Jahr 1972 erreichte die Bevölkerungszahl mit 87.013 ihren historischen Höchststand. Die momentane Bevölkerungszahl liegt bei 76.500 Einwohnern.

Zum 1. Januar 1970 haben sich die bis dahin unabhängigen Städte Viersen, Süchteln, Dülken und Boisheim zusammengeschlossen zur neuen Stadt Viersen. Seit 1975 ist Viersen inzwischen Kreisstadt. Drei Mispelblüten stehen im Viersener Stadtwappen für den Zusammenschluss mit Dülken, Boisheim und Süchteln. Obwohl längst als Einheit zusammengewachsen, hat sich jeder Stadtteil seinen besonderen Charme bewahrt.