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Umzug

Melanie Jablonski


Nach dem Bau ist vor dem Umzug

Mit dem fertigen neuen Eigenheim steht nun auch der Umzug ins Haus. Am Ende einer kräftezehrenden Bauphase sicherlich kein Pappenstiel. Aber das Wichtigste vorab: ES GEHT VORBEI! Mobilisieren Sie Ihre letzten Reserven – Ihr Ziel ist zum Greifen nah. Wir hoffen, Ihnen auf Ihrer Zielgeraden mit unseren Tipps die eine oder andere gute Unterstützung bieten zu können.

Gute Vorbereitung ist alles

Bereiten Sie so viel wie möglich in kleinen Schritten vor. Alles was nicht mehr akut benötigt wird, kann bereits in Kartons gepackt werden. Gute Vorbereitung ist alles. Umzugskartons gleich beim Packen gut beschriften und den neuen Zimmern zuweisen. Ganz wichtig: Nutzen Sie die Gelegenheit und befreien Sie sich von Altlasten! Ausmisten befreit ungemein und erleichtert den Start in Ihrem neuen Eigenheim.

Melden Sie sich rechtzeitig bei den Versorgungswerken ab und an der neuen Adresse an. Besonders wichtig ist es hier, auf die unterschiedlichen Kündigungsfristen zu achten. Telefon, Internet, Wasser, Strom, Gas und Heizung brauchen Sie schon am Umzugstag in der neuen Wohnung.

Geben Sie Ihre neue Adresse bekannt. Die wichtigsten Kontakte wie Banken, Versicherungen, Krankenkasse etc. sollten Sie per Brief benachrichtigen. Im Netz tummeln sich jede Menge Vorlagen für standardisierte Formschreiben. Per Copy & Paste ist das schnell erledigt.

Meist ist es jedoch mühsam, an alles zu denken. Ein Postnachsendeauftrag hilft. Einfach bequem online oder beim nächsten Besuch in der Post. Nach eigenen Angaben benötigt die Deutsche Post mindestens 5 Werktage Vorlauf. Der Auftrag kann aber auch schon einige Wochen vorher abgegeben werden. Recht praktisch: Die meisten Versender erneuern Ihre Adresse durch den Nachsendeauftrag automatisch. Der Nachteil – das gilt leider auch für die nicht ganz so geliebten Werbebriefe.

Verwahren Sie unbedingt alle Rechnungen über mit dem Umzug anfallende Kosten. Manches können Sie bei der nächsten Steuererklärung geltend machen.

Der Umzugstag steht an

Variante eins – viele gute Freunde. Unbestritten ist dies die kostengünstigste Variante. Getreu dem Motto „Viele Hände, schnelles Ende“ gilt hier: Je mehr desto besser. Wer dann noch ein paar handwerklich begabte Arbeitswillige unter seinen Freunden ausfindig macht, der hat schon fast gewonnen. Wichtig: die Ruhe und den Überblick zu behalten. Der Umzug mit dem eigenen Pkw und den Autos von Freunden bietet sich jedoch nur an, wenn der Haushalt überschaubar ist. Je nach Größe und Menge des Umzugsgutes können Sie auch einen Transporter oder einen Lkw mieten. Mit dem Führerschein der Klasse 3 bzw. B dürfen Sie jedoch nur Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen steuern. Denken Sie daran, die freiwilligen Helfer auch zu versorgen. Ausreichend Wasser, belegte Brötchen und ein wohlverdientes „Feierabendbier“ werden Ihnen sicherlich gedankt.

Variante zwei – Umziehen lassen. Dies ist die deutlich entspanntere Variante. Jedoch weichen die Angebote dramatisch voneinander ab. „Von bis“ ist alles möglich. Auf Dienstleistungsauktionsportalen wie „Myhammer“ oder „Blauarbeit“ bieten Handwerker ihre Dienstleistungen und freien Zeiten an. Praktisch für beiden Seiten. Sie bekommen so einen guten Überblick und sehr gute Vergleichsangebote, und die Handwerker können ihre Leerzeiten überbrücken. Sehr wichtig: Achten Sie auf Fairness. Nicht immer ist das günstigste Angebot das Beste. Natürlich wollen wir alle sparen, aber wir finden, für faire Leistungen hat eine faire Bezahlung absoluten Vorrang. Angebote in jedem Fall trotzdem sorgsam prüfen.

Ein besonderes Thema: die lieben Kleinen und der tierische Familienanhang. Klar, dabei sein ist alles. Aber oft sind gerade kleine Kinder mit dem vielen Trubel völlig überfordert und entsprechend schnell knatschig. Das hilft keinem. Wie steht es mit Oma und Opa oder der Patentante? Vielleicht können die einen kleinen Ausflug organisieren. Tiere unbedingt sorgsam transportieren und nur im eigenen Pkw. Denken Sie daran, dass für Hund und Katze das Terrain völlig neu ist – das löst bei manchem Tier den Fluchtinstinkt ins alte Zuhause aus. Daher erst nur an der Leine und unter Aufsicht ins Freie.

Das alte Zuhause übergeben

Manchen fällt es schwer, sich von dem alten Zuhause so einfach zu lösen. Für andere hingegen kann es gar nicht schnell genug gehen. Für alle gilt jedoch: Vereinbaren Sie bereits im Vorfeld einen Termin für die Wohnungsübergabe und die Ablesung der Zählerstände mit dem Vermieter. Prüfen Sie unbedingt noch einmal den Mietvertrag: Was ist hier zum Thema Übergabe und Schönheitsreparaturen vereinbart und setzen Sie die Vereinbarungen entsprechend um. Vielleicht helfen hier und da ja auch noch einmal die guten Freunde. Es wird sicherlich die eine oder andere Möglichkeit geben, sich dafür zu revanchieren. 

Es ist geschafft!

Unser Tipp: Lieber nach und nach und mit Ruhe und Bedacht ausräumen. Sonst muss man später vieles noch einmal umräumen und zieht am Ende mit demselben Haushaltsgut im eigenen Haus zweimal um. Wenn ein paar Wochen lang noch Kartons herumstehen, ist dies doch gar nicht so schlimm. Diese Zeit geht auch vorbei und ist hinterher schnell vergessen.Vergessen Sie nicht in den ersten Tagen die verbleibenden Behörden über den Umzug zu informieren (Einwohnermeldeamt, Kfz-Zulassungsstelle, Finanzamt, Hundesteuerstelle etc.) und die neuen Nachbarn zu Kaffee und Kuchen oder zu einem kleinen Grillfest einzuladen. Eine gute Nachbarschaft trägt viel dazu bei, dass Sie auch schnell ankommen und sich wirklich wohl fühlen.

…mit besten Grüßen
Ihre Melanie Jablonski