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Entwicklung der Bauzinsen

Entwicklung der Bauzinsen

Aktuelle Situation der Hypothekenzinsen

Wer ein Haus bauen oder kaufen möchte, muss sich in den meisten Fällen um eine Finanzierung der Kauf- bzw. Bausumme bemühen. Das Darlehen wird mit einem Bauzins verzinst. Zinsen unterliegen wirtschaftlichen Schwankungen. Wie sich die Bauzinsen in der letzten Zeit entwickelt haben und wie die Prognose aussieht, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag. Viel Freude beim Informieren!

Wie hoch sind die Bauzinsen heute?

Die Hypothekenzinsen sind zwischen Januar und Mai 2022 deutlich gestiegen. Seit Mitte Mai bleiben die Bauzinsen relativ konstant. Bei gleicher Kreditsumme und gleichem Tilgungssatz muss dennoch heute für die Baufinanzierung deutlich weniger ausgegeben werden, als noch in den frühen 2010er oder gar 2000er Jahren. Noch deutlich günstiger war es allerdings zwischen 2013 und Anfang 2022.

Die Höhe der aktuellen Bauzinsen hängt von den Zinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) und den Anleihemärkten ab. Während ihrer Sitzung am 9. Juni 2022 beließ die EZB den Leitzins zunächst weiterhin bei null Prozent, beschloss allerdings, ihn im Juli 2022 um 0,25 Prozent zu erhöhen. Es folgt ein weiterer Zinsschritt im September dieses Jahres. Diese Entwicklung an den Anleihemärkten ließ die Hypothekenzinsen im ersten Halbjahr 2022 um fast zwei Prozent sprunghaft ansteigen. Zwischen Mitte Mai und Anfang Juni blieben die Bauzinsen in ihrer Höhe konstant. Aktuell liegen die Hypothekenzinsen für eine Standardfinanzierung effektiv bei etwa 2,8 Prozent. In diesem Fall beträgt die Kreditsumme 80 Prozent des Immobilienwertes und eine Zinsbindung liegt für zehn Jahre vor. Der Baukredit wird teurer, je näher Sie an eine 100-Prozent-Finanzierung herankommen. Diese kann mitunter 0,6 bis 0,8 Prozentpunkte höher ausfallen. Je weniger Eigenkapital vorliegt, desto höher werden die Bauzinsen und desto teurer die Finanzierung.

Es lohnt sich, zu prüfen, wo die aktuellen Bauzinsen liegen, denn mit den besten Bauzinsen im Markt können mehrere Tausend Euro bei der Finanzierung der Immobilie gespart werden.

Was ist bei der Kreditvergabe zu beachten?

Wenn Sie ein Eigenheim bauen oder kaufen möchten, sollten Sie zunächst prüfen, wie hoch die Bauzinsen aktuell ausfallen und wie die Zinsprognose aussieht. Das passende Finanzierungskonzept ist wichtiger, als das letzte Zehntelprozent bei den Zinsen, denn günstige Hypothekenzinsen allein machen noch keine insgesamt günstige Baufinanzierung. Ein Baukreditvermittler kann Auskunft zu den aktuellen Bauzinsen und den Prognosen geben und das passende Konzept ermitteln. Dies gilt für Hypothekendarlehen für ein neues Eigenheim ebenso wie für die Bauzinsen einer Anschlussfinanzierung.

Wie entwickeln sich die Bauzinsen?

Es ist wichtig, die Entwicklung der Bauzinsen langfristig richtig einzuordnen. Der Zinsanstieg der letzten Monate ließ die Bauzinsen aktuell auf das Niveau des Jahres 2013 ansteigen. In den nachfolgenden Jahren wurde es immer günstiger, eine Immobilie zu finanzieren. Allerdings lagen die Kaufpreise der Immobilien auch deutlich niedriger. Bei einem Kauf mit anschließender Finanzierung einer Immobilie sollten daher vor allem die Anschaffungskosten beachtet werden.

Lange galt die Faustregel, dass Verbraucher von weiterhin niedrigen Bauzinsen ausgehen können, wenn der Leitzins niedrig bleibt. Allerdings haben sich die Hypothekenzinsen im Juni 2022 bereits deutlich von ihrem Tiefstand entfernt. Zwischen Mitte 2019 und Ende 2022 konnten Bauherren Baukredite mit zehnjähriger Zinsbindung für unter 1 Prozent erhalten. Seit Anfang Juni 2022 belaufen sich die Bauzinsen je nach Kreditsumme auf 2,6 bis 3,1 Prozent. Momentan erleben wir einen Seitwärtstrend auf diesem Zinsniveau, das zukünftig stark von den Entscheidungen der Europäischen Zentralbank abhängt.

Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass niedrige Zinsen kein Zukunftsgarant sind. Wird der Leitzins durch die EZB weiter erhöht, steigen auch die Bauzinsen weiter an. Vor rund zehn Jahren lagen die durchschnittlichen Hypothekenzinsen auf einem ähnlichen Niveau wie heute. In den 70er und frühen 80er Jahren lagen sie zeitweise sogar bei 10 bis 11 Prozent pro Jahr.

Beim jetzigen Bau oder Kauf einer Immobilie sollte beachtet werden, dass die Bauzinsen bis zu einer Anschlussfinanzierung in zehn bzw. fünfzehn Jahren deutlich steigen können. Haben Sie dieses Szenario in Ihrer Finanzierung berücksichtigt, können Sie entspannt der Zeit in Ihrem Eigenheim entgegenblicken.

Herzliche Grüße aus Viersen

Ihre Daniela Mischel

 

Quellen: Finanztip, Handelsblatt

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