Wichtige Informationen für Sie
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) breitet sich seit einigen Jahren zunehmend in Nordrhein-Westfalen und damit auch im Kreis Viersen aus. Die aus Südostasien stammende Art gilt in der EU als invasive Art sie jagt heimische Insekten, insbesondere Honigbienen, Wespen, Käfer, Heuschrecken, Schmetterlinge, Spinnen und Fliegen. Die Artenvielfalt wird somit bedroht und das ökologische Gleichgewicht stark gestört. Es besteht auch für Menschen eine Gesundheitsgefahr, die asiatische Hornisse sticht und spritzt Gift, hier können Allergien ausgelöst werden.
Gleichzeitig nimmt ihre Ausbreitung in NRW deutlich zu: Vom Niederrhein über das westliche Ruhrgebiet bis in die Aachener Region wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche bestätigte Beobachtungen und Nestfunde gemeldet.
Für Bürgerinnen und Bürger ist es deshalb wichtig, die Art zu erkennen, Nester richtig einzuordnen und Funde an die zuständigen Stellen zu melden.
So erkennen Sie die Asiatische Hornisse
Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner als die heimische Europäische Hornisse (Vespa crabro) und deutlich dunkler gefärbt. Typische Merkmale sind:
- eine schwarze Brust,
- ein überwiegend dunkler Hinterleib mit wenigen schmalen gelben Bändern,
- sowie deutlich gelb-schwarz gefärbte Beinenden.
Diese Merkmale unterscheiden sie gut sichtbar von der rotbraun gefärbten Europäischen Hornisse.
Die Art errichtet im Jahresverlauf zwei Nesttypen, die an unterschiedlichen Standorten auftreten können.
- Gründungs- bzw. Primärnest (Frühjahr bis Frühsommer):
Diese Nester sind zunächst handballgroß und befinden sich meist an geschützten, niedrig gelegenen Standorten – etwa unter Terrassendächern, in Schuppen, Hecken oder anderen überdachten Bereichen. - Sekundärnest (Sommer bis Herbst):
Ab dem Hochsommer werden größere Sekundärnester errichtet, die oft frei hängend in Baumwipfeln in mehr als zehn Metern Höhe zu finden sind. Diese können bis zu 60–100 cm groß werden und mehrere tausend Tiere beherbergen. In dieser Phase zeigt die Kolonie ein stärkeres Verteidigungsverhalten.
Wichtig ist: Nähern Sie sich einem Nest nicht eigenständig – eine Entfernung darf ausschließlich von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden.
Die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse in NRW nimmt zu. Allein in den vergangenen Jahren wurden mehrere hundert neue Sichtungen und bestätigte Nester gemeldet, insbesondere im westlichen NRW. Dies zeigt, wie dynamisch sich die Art verbreitet.
Im Kreis Viersen gilt:
Einzelsichtungen müssen nicht mehr gemeldet werden, doch gut erreichbare Nester sollten unbedingt weiterhin an die zuständigen Behörden gemeldet werden, damit gezielte Maßnahmen ergriffen werden können.
So verhalten Sie sich bei der Sichtung richtig
- Ruhe bewahren und Abstand halten: Die Asiatische Hornisse ist nicht aggressiver als andere Hornissenarten, verteidigt jedoch ihr Nest konsequent.
- Fotos aus sicherer Entfernung machen: Dies hilft bei der Identifizierung.
- Fundort möglichst genau dokumentieren: Adresse, Orientierungspunkte oder GPS-Koordinaten.
- Nest melden: Bitte keine eigenen Versuche zur Entfernung unternehmen.
Ein besonders wichtiger Hinweis: Bitte verwenden Sie keine Insektenfallen. Diese sind nicht selektiv und gefährden vor allem heimische Arten.
Wo Sie im Kreis Viersen Nester melden können
Für Nestfunde und Beratungen ist im Kreis Viersen die folgende Stelle zuständig:
Untere Naturschutzbehörde des Kreises Viersen
Rathausmarkt 3, 41747 Viersen
Telefon: 02162 390
E-Mail: artenschutz@kreis-viersen.de
Zusätzlich können Meldungen – insbesondere mit Fotos – auch an folgende Adresse gesendet werden:
meldung@kivkv.de
Diese erreicht die kreiszugehörigen Imkervereine, den Kreisimkerverband sowie die Naturschutzbehörde.
Quellen: Umwelt.nrw.de, Kreis-viersen.de, Kreis-dueren.de, Bienenkunde.uni-hohenheim.de, Imker-viersen.de, Vespa-velutina.nrw




