Brauchtum

Brauchtümer in Viersen

Brauchtum und Traditionen spielen in Viersen noch eine große Rolle

Brauchtümer findet man in der Stadt Viersen mit ihren Stadtteilen Dülken, Süchteln und Boisheim so einige. Angefangen mit der alljährigen Karnevalssession und dem Straßenkarneval in den einzelnen Stadtteilen über die Martinsumzüge durch das Stadtgebiet bis hin zu diversen Schützenvereinen mit ihren Schützenfesten. Brauchtum spielte in Viersen immer eine große Rolle und wird auch heute noch ausgiebig gepflegt.

Brauchtum und Traditionen spielen in Viersen noch eine große Rolle

In Viersen steht der Karneval schwerpunktmäßig im Zeichen des Straßenkarnevals. Am Tulpensonntag und Rosenmontag ziehen die vier Karnervalszüge mit ihren bunt geschmückten Wagen und tollen Kostümen durch die Straßen von Viersen, Rintgen, Dülken und Süchteln. Die Narrenrufe könnten in den Stadtteilen unterschiedlicher nicht sein. Während man in Viersen „Viersche Helau“ ruft, heißt es in Dülken „Gloria Tibi Dülken“, in Süchteln „Soetelsche Muuresoat“ und in Boisheim „Ki Ka Kaia“. Doch eins vereint alle vier Stadtteile: Die Liebe zu Viersen und die Liebe zum Karneval.

Der im Anschluss an den Straßenkarneval am Aschermittwoch stattfindende „Schöppenmarkt“ in Dülken bezeichnet in Viersen in jedem Jahr aufs Neue das Ende der Karnevalssession und der stürmischen Zeit. Seit 1847 legt die Stadt Viersen nämlich noch eine „Schöppe“ drauf und veranstaltet in jedem Jahr einen Krammarkt in der Dülkener Innenstadt. Der Name des Marktes rührt von damaliger Tradition, dass auf diesem Markt vor allem Handwerksgeräte und natürlich auch Schippen verkauft wurden. Heute kommen rund 400 fliegende Händler aus ganz Deutschland zusammen und bieten ca. 10.000 Besuchern die unterschiedlichsten Waren an.

Schützenfeste haben Tradition in Viersen

Die Tradition der Schützenfeste geht bis ins Mittelalter zurück, wo sich die Bürger gemeinsam vor Diebesbanden schützen mussten. Bis heute gibt es drei Traditionen, die in nahezu allen Schützenvereinen noch von Bedeutung sind. Die Wahl des Schützenkönigs, die Schützenumzüge und der Vogelschuss.

In Viersen sind die Schützenbruderschaften noch sehr gefragt und sehr aktiv. Sie verteilen sich auf zahlreiche Schützenvereine wie der St-Matthias Bruderschaft Viersen-Hamm, der St. Notburga-Schützenbruderschaft Viersen-Rahser 1705 e.V. oder der St. Hubertus-Bruderschaft Viersen-Oberbeberich 1893 e.V. Sie sind im gesamten Stadtgebiet verteilt und zelebrieren ihre Bruderschaften in jedem Jahr aufs Neue.
Der traditionelle Vogelschuss verkündet den neuen Schützenkönig, indem sich die Anwärter ein Wettschießen liefern. Gewonnen hat, wer den Vogelrumpf teilt oder das allerletzte Teil abschießt. Heute wird natürlich kein echter Vogel mehr verwendet, sondern eine Holzattrappe, die auf einer langen Stange befestigt wird.
Anschließend ziehen die Schützen gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern in einem Schützenumzug durch die Straßen. Der Straßenrand ist gesäumt von Viersenerinnen und Viersenern, die den prunkvollen Umzug nicht verpassen und ihren neuen Schützenkönig feiern möchten.

Viersener Martinsumzüge und Martinsmarkt

Um den Martinstag am 11. November herum finden zahlreiche Martinsumzüge in den Straßen von Viersen, Dülken und Süchteln statt. In Kindergärten und Schulen werden zuvor fleißig Laternen gebastelt, die den Umzügen in jedem Jahr einen neuen Charakter verleihen. Neben diesen beleuchteten Fackeln, werden die Martinsumzüge auch von Musikkapellen und dem Gesang diverser Martinslieder begleitet.

Im Anschluss an den Umzug finden sich alle Kinder und Erwachsene um ein Martinsfeuer ein, wo St. Martin auf seinem Pferd die Szene der Mantelteilung aufführt und alle Besucher das Martinslied zum Besten geben. Danach geht es zur Martinstütenausgabe und dem Genuss von Mutzen bzw. Würstchen und Glühwein in die federführenden Schulen oder Kindergärten in den einzelnen Stadtgebieten.

In Viersens Stadtteil Dülken gibt es seit dem 10. November 1867 einen ganz besonderen Martinsbrauch, denn dort heißt es „Mühle schlägt Martin“. Beim dortigen Martinszug gibt es keinen St. Martin hoch zu Ross an der Spitze, sondern eine Mühlen-Fackel, die im Handkarren gezogen wird. Nur einmal gab es eine Ausnahme. Das war im Jahr 1945, wo einmalig ein St. Martin an der Spitze des Zuges geritten ist. Die Mitglieder des Martinsvereins entschieden allerdings im darauffolgenden Jahr, sich wieder an die Tradition der Mühle an der Spitze zu halten. Zum Abschluss des Martinsumzuges wird in Dülken ein Feuerwerk gezündet und eine Strohmühle verbrannt.

In der Viersener Innenstadt findet zudem am Martinswochenende ein traditioneller Martinsmarkt statt, wo diverse Händler, speziell aus dem Handwerk, ihre Waren anbieten und die Vorfreude auf die Weihnachtszeit geweckt wird. Die Stadt Viersen verteilt zudem kostenlose Martinstüten an die Kinder.

Brauchtum und Traditionen machen eine Stadt unverwechselbar und zu etwas ganz Besonderem! Finden Sie nicht auch?

Ihre Daniela Mischel

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