Stadtteil Boisheim

Vorstellung: Stadtteil Boisheim

Der ländliche Stadtteil von Viersen

Klein aber fein – das ist der Stadtteil Boisheim. Der Vierte der Viersener Stadtteile ist mit rund 2.000 Einwohnern und einer Fläche von knapp sechs Quadratkilometern der kleinste Stadtteil, aber sehr spannend.

Die Geschichte von Boisheim

Boisheim war ursprünglich einmal eine Siedlung des germanischen Großstammes der Franken. Der Ortsname Boisheim wurde erstmalig in einer Urkunde im Jahr 1304 erwähnt, wo der Ort der Grafschaft Kessel angehörte. Genauso wie Süchteln, war Boisheim auch dem Kölner Stift St. Pantaleon angeschlossen. Bis ins Jahr 1794 hielt diese Zugehörigkeit an. In der Vergangenheit hatte der Stadtteil Boisheim leider oft mit Plünderungen zu kämpfen, wie beispielsweise im Dreißigjährigen Krieg. Im Jahr 1725 wurde in Boisheim durch den Herzog von Jülich als Landesherrn eine Zollstätte errichtet.

Auch Boisheim fiel nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im März 1945 an die US-Alliierten. Dieser Stadtteil wurde in der Nacht auf den 01. März eingenommen, bevor die US-Truppen am Morgen in Dülken einmarschierten.

Im Rahmen der kommunalen Neugliederung wurde Boisheim im Jahr 1970 Teil der Stadt Viersen und ist es bis heute geblieben.

Kulturelles und Wissenswertes über Boisheim

Boisheim hat eine ländliche Struktur. Neben einem Dorfkern mit umliegender Bebauung, gehören zu Boisheim einige kleinere, außenliegende Ansammlungen von Bauernhöfen.

Anfang des 17. Jahrhunderts wurde im Ortskern von Boisheim die Luzia-Kapelle errichtet, die vermutlich von den damaligen Bürgern als Dank für eine überstandene Pestseuche gebaut wurde.

Bereits 1478 wurde die Kirche St. Peter gebaut. Bei einem Erweiterungsbau im Jahr 1898 wurde der Turm der Kirche neu errichtet, wobei der alte Chor erhalten blieb. In diesem Chor ist noch älterer rheinischer Tuff gemischt mit Backsteinen als Baumaterial erhalten.

Das Boisheimer Stadtwappen zeigt links einen goldenen (gelben) Schlüssel mit nach links gewandtem Bart auf einem blauen Hintergrund und rechts einen schwarzen, steigenden Löwen mit roter Zunge auf goldenem Hintergrund. Der Schlüssel steht als Symbol für den heiligen Petrus, den Schutzpatron der Pfarrkirche. Der Löwe ist der Jülicher Löwe und verdeutlicht die damalige Zugehörigkeit Boisheims zum Herzogtum Jülich.

In Boisheim gibt es einen Bahnhof, der an die Bahnstrecke Viersen-Venlo angeschlossen ist. Diese Strecke wurde bereits im Januar 1866 in Betrieb genommen und verbindet seither Viersen über Boisheim mit Kaldenkirchen.

Das Leben in Boisheim

Die Boisheimer sind, wie die Dülkener, ein Volk des Feierns. In diesem Zusammenhang gibt es in Boisheim einige Vereine, die sich verschiedenen Festlichkeiten widmen.

Das Jahr wird natürlich auch in Boisheim mit der Karnevalssession eingeläutet. Die Boisheimer Karnevalsgesellschaft Ki Ka Kai a 1902 e. V. nimmt mit einem eigenen Prinzenpaar am Karnevalsgeschehen in Viersen teil.

Im Frühjahr feiert die St. Petri Schützenbruderschaft Boisheim 1622 e.V. ihr Schützenfest mit dem obligatorischen Vogelschuss.

BoDo, das DORV-Zentrum in Boisheim ist ein eigener kleiner Supermarkt, der von der DORV-Zentrum-Boisheim-GbR betrieben wird und als Begegnungsstätte mit Café zur Nahversorgung dient. Im DORV-Zentrum finden zudem regelmäßig DORV-Abende zu unterschiedlichen Anlässen statt.

Boisheim ist zwar der kleinste der vier Viersener Stadtteile, aber auch über diesen Ort gibt es Spannendes zu berichten. Informieren Sie sich unbedingt auch über die Stadtteile Viersen, Dülken und Süchteln.

Es grüßt Sie herzlich aus Boisheim

Ihre Daniela Mischel

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