Stadtteil Viersen

Vorstellung: Stadtteil Viersen

Dem die „Viers“ ihren Namen gab

Es ist wirklich erstaunlich, wie viel man über seinen eigenen Wohnort nicht weiß. In diesem Beitrag können Sie Ihr Wissen über den Stadtteil Viersen testen. 😉 Viel Spaß dabei!

Die Kreisstadt Viersen, am linken Niederrhein im Westen Nordrhein-Westfalens und an der niederländischen Grenze gelegen, ist in die vier Stadtbezirke Viersen, Dülken, Süchteln und Boisheim gegliedert. Ich stelle Ihnen in diesem Beitrag nun den Stadtteil „Viersen“ vor.

Zur Geschichte Viersens

Auch wenn sich immer noch das Gerücht so hartnäckig hält, der Name „Viersen“ leite sich von „vier Seen“ ab, ist für die Namensgebung ursprünglich der alte Name „Viers“ des heutigen „Dorfer Bachs“ in der Nähe der „Kaisermühle“ verantwortlich.

Bis 1970 war der Stadtteil Viersen, ebenso wie Dülken und Süchteln, eigenständig. Sie schlossen sich erst bei der kommunalen Neuordnung zur Kreisstadt Viersen zusammen. Diese Eigenständigkeit der Stadtteile wird bis heute in Viersens blauem Wappen durch die drei silbernen Mispelblüten symbolisiert. Die Symbolträchtigkeit der Mispelblüte in Viersens Wappen geht mindestens bis ins Jahr 1450 zurück.

Viersen entwickelte sich aufgrund seiner Siedlungsstruktur mit einzelnen Honschaften völlig anders, als die benachbarten Stadtteile Süchteln und Dülken, die einen Stadtkern und eine Stadtbefestigung vorweisen. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Siedlungsstruktur aus dem Mittelalter aufgebrochen und die Industrialisierung veränderte Viersens Struktur. Begünstigt durch den Straßen- und Eisenbahnbau erlebte Viersen einen wirtschaftlichen Aufstieg, weg von der Landwirtschaft und hin zur Textilindustrie, die sich als stärkste treibende Kraft entwickelte. Die ansässigen Firmen exportierten ihre Textilwaren in die ganze Welt.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges diversifizierte sich die Gewerbestruktur in Viersen erneut. Die Textilindustrie wurde von der Eisen- und Metallverarbeitung sowie der Lebensmittelproduktion abgelöst.

Heute leben im Stadtteil „Viersen“ circa die Hälfte aller Einwohner der vier Stadtbezirke. Das sind in diesem Jahr rund 38.500 Menschen.

Kultur und Wissenswertes über Viersen

Wer mit offenen Augen durch Viersen schlendert, kann viele Bauwerke aus alten Zeiten bestaunen. Da wäre beispielsweise der Alte Wasserturm am Aachener Weg, der 27,5 m hoch ist und bereits im Jahre 1890 erbaut wurde. Heute steht er unter Denkmalschutz, ebenso wie die Kaisermühle, die schon im Jahr 1246 als Abrahams- oder Kaisermühle urkundlich genannt wurde. Sie war eine von elf Mühlen im Stadtgebiet und zählte zu den leistungsfähigsten Viersener Wassermühlen. Auch die Bongartzmühle zwischen dem Hammer Bach und der Bachstraße zählt zu Viersens denkmalgeschützten Bauten. Sie wurde 1569 gebaut. Die Viersener Festhalle ist als Aufführungsgebäude für Theater und Konzerte im Jahre 1913 erbaut worden und diente bis 1925 zudem als Turnhalle. Ja, Sie haben richtig gehört! Heute finden dort viele bedeutende Veranstaltungen wie die Dreiband-Weltmeisterschaft für Nationalmannschaften (Billard-WM) und das Internationale Jazz-Festival statt.

Sehenswürdigkeiten in Viersen

Im geographischen Mittelpunkt der Stadt Viersen steht ein Apfelbaum und genau dort liegt das begehbare Labyrinth von J. Vossen. Es ist in der klassischen Form des “kretischen Labyrinthes” – eckig mit sieben Umläufen – auf einer Grundfläche von ca. 2.500 Quadratmetern angelegt. Na, haben Sie dieses Labyrinth schon bezwungen?

Wer gerne durch die Parks in Viersen spaziert, sollte auch dem Stadtpark Robend einen Besuch abstatten. In dessen Mitte befindet sich Anatols Steinkreis, der aus zehn Findlingen von Anatol Herzfeld kreiert wurde. Wer gerne durch die Landschaft wandert, ist in der Bockerter Heide, Viersens Naturschutz- und Waldgebiet im Südwesten von Alt-Viersen, richtig. Dort sind ca. 1,7 km² bäuerliche Kulturlandschaft zu bestaunen. Zu jeder Jahreszeit ein Highlight. Alle Waldliebhaber sind am Hohen Busch goldrichtig, denn hier kann neben dem Waldleben auch der Bismarckturm bestaunt werden. Er wurde bereits im Jahr 1901 fertiggestellt.

Das moderne Viersen

Natürlich gibt es neben dem geschichtsträchtigen Viersen auch eine moderne Seite des Stadtteils. Das Stadtzentrum bietet alle Annehmlichkeiten des 21. Jahrhunderts und lädt zum Wohnen, Shoppen, Flanieren, Schlemmen und Genießen ein. Eine moderne Infrastruktur mit Anbindungen an alle großen Städte des Niederrheins via Autobahnen und Schienenverkehr sowie ein ausgebauter Öffentlicher Nahverkehr macht vor allem den Pendlern in Viersen das Leben leichter.

Für die Freizeitgestaltung hat Viersen ebenfalls viel zu bieten. Besonders im Sport ist ein breites Angebot verfügbar. Zudem sind auch Abendveranstaltungen bei den Viersenern beliebt.  

 

Und? Haben Sie alles über den Stadtteil Viersen gewusst? 🙂

Ich schicke Ihnen historische Grüße aus Viersen

Ihre Daniela Mischel

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