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Frauen in Viersen

Frauen in Viersen

Das weibliche Geschlecht prägt die Viersener Stadtgeschichte

Am 08. März findet alljährlich der Internationale Frauentag statt, um das weibliche Geschlecht zu feiern. Dieses Ereignis nahmen wir in diesem Jahr zum Anlass, uns die Frauen in Viersen einmal genauer anzuschauen, denn auch unsere Stadt hat bedeutende weibliche Viersenerinnen in der Geschichte hervorgebracht, die für ihre Ideen einstanden und unsere Stadt auf unterschiedlichste Art prägten und noch immer prägen.

Bekannte Frauen aus Viersen

In den letzten Jahrzehnten wurden einige bekannte Frauen in Viersen geboren, die sowohl die Viersener Stadtgeschichte als auch die Medien, Kunst, Kultur und Literatur prägten und bis heute prägen.

Die Viersenerin Julie Kaiser, geboren 1870, war die Tochter von Brauereibesitzer und Landwirt August Didden und Ehefrau von Unternehmer Josef Kaiser, dem Gründer der Kaiser’s Kaffee-Gesellschaft GmbH. Dank ihrer familiären Vorgeschichte, führte sie ihren Ehemann in die Malzkaffeeherstellung ein und schrieb mit ihm gemeinsam Viersener Unternehmensgeschichte. Sie rief zudem die Julie-Kaiser-Stiftung für Wöchnerinnen ins Leben. 

Eine weitere bekannte Frau aus Viersen war Illa Martin, geboren 1900 in Viersen. Sie war Zahnärztin, Autorin und Dendrologin (Dendrologie = Lehre von den Bäumen und Gehölzen). Gemeinsam mit ihrem Ehemann gründete sie 1951 die Sequoiafarm in Kaldenkirchen und pflanzte dort Riesenmammutbäume aus den USA, um ihr Wachstumsverhalten in deutschen Wäldern zu erforschen. Sie ist Schirmherrin einiger botanischer Projekte im Kreis Viersen.

Die Dülkenerin Hilde Bruch, geboren 1904, war eine bekannte Ärztin, Psychoanalytikerin und Spezialistin für Essstörungen. Im September 1934 emigrierte sie in die USA und forschte in New York auf dem Gebiet der Psychiatrie und Fettleibigkeit bei Kindern. Neben ihrer Privatpraxis hatte sie auch einen Lehrstuhl an der Columbia-Universität inne und verfasste unzählige Fachartikel, die sie zu einer Autorität in Schizophrenie und Essstörungen machten.

Ruth Kaiser, geboren 1921 in Viersen, war eine bekannte Fotografin, die zahlreiche Bildbände über den Niederrhein herausbrachte, sowohl Fotobildbände als auch Musemskataloge. Zudem initiierte sie zahlreiche Ausstellungen, unter anderem in der Viersener Festhalle und der Städtischen Galerie im Park.

Zu den bekannten Frauen in Viersen zählt auch Gabriele Marion Appel, geboren 1958 in Viersen, die eine sehr erfolgreiche Feldhockeyspielerin war. Gaby Appel begann ihre Karriere im Viersener THC und nahm erfolgreich an fünf Weltmeisterschaften, diversen Europameisterschaften und in 1984 und 1988 an den Olympischen Spielen teil. 

Über die Künstlerin Christiane Horn, geboren 1957 in Viersen, haben wir bereits in einem Blogbeitrag zum Thema Straßennamen im Wohnbaugebiet „Burgacker IV-V“, berichtet. Der Christiane-Horn-Weg wurde nach dieser regionalen Künstlerin benannt.

Auch ein bekanntes TV-Gesicht kommt gebürtig aus Viersen. Die deutsche Komikerin, Schauspielerin und Sängerin, Mirja Boes, wurde 1971 in Viersen-Boisheim geboren.

Die deutsche Phantastik-Autorin, Diana Menschig, wurde in Viersen im Jahr 1973 geboren. Ihre Werke erscheinen unter dem Pseudonym Marie Buchinger und werden der historischen Fiktion zugeordnet.

Ein weiteres, noch junges TV-Gesicht ist Lena Kesting, geboren 1994 in Viersen. Sie ist Journalistin, Fernsehmoderatorin und Online-Redakteurin. Seit 2020 moderiert sie den Sport im ZDF-Morgenmagazin.

Frauen, die in Viersen gewirkt haben

Irmgard von Süchteln war eine Heilige im 11. Jahrhundert und wird in Süchteln verehrt. Daher wird Süchteln auch „Irmgardisstadt“ genannt. Irmgard von Süchteln gilt als Stadtpatronin und ist Namensgeberin für das St. Irmgardis-Krankenhaus, die Kindertageseinrichtung St. Irmgardis, das Irmgardis-Stift und die Irmgardiskapelle.

Eine weitere der Frauen in Viersen war Berta Nussbaum, geboren 1868. Sie war das Gesicht des Viersener Hausfrauenvereins auf Veranstaltungen im gesamten Deutschen Reich. Sie arbeitete als Lehrerin und engagierte sich in vielen Viersener Vereinen, wie dem „Vaterländischen Liebesdienst Viersen” und dem von “Frau Kommerzienrat Julie Kaiser” gegründeten Hausfrauenverein.

Sie wurde auch „Engel von Viersen“ genannt. Die Rede ist von Agnes van Brakel, geboren 1875 in Hüls, die sich in beiden Weltkriegen sehr für sozial schwache Familien einsetzte und in den Nachkriegsjahren für Schulkinder die Schulspeisung einführte, um Mangelerscheinungen im Bereich der Ernährung vorzubeugen.

 

WOW! Die Frauen in Viersen waren und sind wirklich eine Wucht! Unsere Stadt wurde über Jahrzehnte hinweg von weiblichem Einfluss und Frauenpower geprägt.

Herzliche Grüße aus Viersen

Ihre Daniela Mischel

 

Quellen: Wikipedia, Frauenforum Viersen, Anges-van-Brakel Schule, Virtuelle Gedenkstätte Viersen

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