Landwirtschaft in Viersen

Landwirtschaft in Viersen

Stadt.Land.Viersen

Auf einer Fläche von mehr als 91 km² erstreckt sich die Stadt Viersen mit ihren Stadtteilen Alt-Viersen, Dülken, Süchteln und Boisheim. Von der gesamten Fläche sind lediglich etwa 16 km² bebaut. Der größte Anteil, etwa 46 km², ist landwirtschaftlich genutzte Fläche. Nicht von ungefähr spricht die Viersener Stadtverwaltung gerne von der Bezeichnung „Stadt.Land.Viersen“ und verbindet damit alle Vorzüge für die Bürger und Besucher unserer vielfältigen, auch landwirtschaftlich geprägten Stadt.

In diesem Blogbeitrag widmen wir uns heute dem Thema „Landwirtschaft in Viersen“. Viel Freude beim Informieren!

Die landwirtschafte Entwicklung in Viersen

Viersen ist geprägt von einem fortlaufenden Verlust landwirtschaftlicher Flächen. Innerhalb von zehn Jahren (2005-2015) haben sich diese Flächen im Kreis Viersen um 786 Hektar, das entspricht 1.101 Fußballfelder, reduziert. Dennoch machte die landwirtschaftliche Fläche in 2017 mit 51% knapp über die Hälfte der gesamten Bodenfläche im Kreis Viersen aus. Das entspricht 28.988 Hektar. Ein beachtlicher Anteil.
 
Die Landwirtschaft spielt auch heute noch eine große Rolle in Viersen. Verglichen mit dem Land NRW, ist der Kreis Viersen deutlich landwirtschaftlicher geprägt. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen, der Ertrag sowie die Beschäftigtenzahl sind in Viersen deutlich höher als im NRW-Durchschnitt. Auch deutschlandweit gesehen, sind wir im Kreis Viersen durchaus landwirtschaftlich geprägt.
 
Begutachtet man die Entwicklung der Betriebszahlen von Hühner-, Schweine- und Rinderbetrieben von 2008 bis 2018, stellt man eine sinkende Anzahl von Schweine- und Rinderbetrieben bei steigenden Viehzahlen fest. Seit 2008 stiegen die Schweinebestände um 24,6% und die Rinderbestände um 8,1%, während die Anzahl an Schweinehaltern um 4,3% und an Rinderhaltern um 18,5% sank. Bei den Hühnerbetrieben sieht das hingegen ganz anders aus. Seit 2008 ist die Anzahl gemeldeter Betriebe um 144,2% gestiegen, wohingegen der Tierbestand um 12,7% gesunken ist.

Die Landwirtschaft als Arbeitgeber

Im Kreis Viersen gilt die Landwirtschaft aufgrund der landwirtschaftlichen Prägung immer noch als großer Arbeitgeber. Im Kreismonitoring des Kreises Viersen wird erläutert, dass in 2018 „nur“ 2,1% der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in der Landwirtschaft tätig sind, diese Branche allerdings den höchsten Zuwachs aufweist. Zwischen 2008 und 2018 ist der Anteil an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im landwirtschaftlichen Sektor im Kreis Viersen um 42,1% gestiegen.
 
Die Landwirtschaft hat im Kreis Viersen deutlich mehr Gewicht als deutschlandweit, denn in NRW sind lediglich 0,5% der Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft tätig. Betrachtet man die klassischen Sektoren Land- und Forstwirtschaft, produzierendes Gewerbe, Handel/Gastgewerbe/Verkehr und die sonstigen Dienstleistungen, sieht die Verteilung im Kreis Viersen folgendermaßen aus: 42,0% der Beschäftigten arbeiten im Dienstleistungsgewerbe, 27% sind im Handel, Gastgewerbe und Verkehr tätig, 28,9% im produzierenden Gewerbe und 2,1% in der Land- und Forstwirtschaft.

Bauen und Wohnen

Die landwirtschaftlichen Flächen im Kreis Viersen unterliegen starken Preissteigerungen. Lag der Bodenrichtwert 2011 im Kreis Viersen noch bei 3,39€/m², hat er sich im Jahr 2019 auf 6,66€/m² fast verdoppelt.
Die Stadt Viersen hat eine Steigerung der Bodenpreise von landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen 2011 und 2018 von 88,2% und von 2018-2019 schon von 18,5% erfahren. Die Preise steigen folglich in den letzten Jahren rapide an.

Grundsätzlich ist es erklärtes Ziel der Stadt Viersen und der GMG, hinsichtlich der Schaffung eines attraktiven Angebots von dringend nachgefragten Wohngrundstücken in Viersen, auch zukünftig eine nachhaltige und umweltschonende Entwicklung umzusetzen. Der Schonung von Flächenreserven, in erster Linie der landwirtschaftlich genutzten Flächen, kommt dabei eine immer entscheidendere Bedeutung zu.

Der Ausdruck „Stadt.Land.Viersen“ soll auch in Zukunft voll ins Schwarze treffen. Städtisch Wohnen auf dem Land – was gibt es Schöneres!

Herzlichste Grüße aus Viersen

Ihre Daniela Mischel

 

Quelle: Kreis Monitoring 2019

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