Niedrigenergiehaus bauen/kaufen

Niedrigenergiehaus

Energieeffizienter Gebäudestandard für Neubauten bis 2020

Das Niedrigenergiehaus ist eine Bauweise, die für Neubauten und sanierte Altbauten bis ins Jahr 2020 vorgeschrieben war. Sie muss dem wärmetechnischen Anforderungs-Niveau der Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen. Die EnEV begrenzt den spezifischen Transmissionswärmeverlust sowie den Primärenergiebedarf eines Gebäudes. Seit 2021 gilt in der Europäischen Union für Neubauten der Standard der Niedrigstenergiegebäude.

Was ein Niedrigenergiehaus auszeichnet und welche Vorteile und Herausforderungen mit dieser Bauweise verbunden sind, erfahren Sie in diesem Blogartikel. Viel Freude beim Informieren.

Was zeichnet das Niedrigenergiehaus aus?

Das Niedrigenergiehaus ist nicht einheitlich definiert, zählt jedoch bezüglich seines Verbrauchsstandards zu den Energiesparhäusern. Als Bezugsgröße zur Klassifizierung der verschiedenen Gebäudestandards wird im Allgemeinen der jährliche Heizwärmebedarf bezogen auf einen Quadratmeter beheizter Nutzfläche verwendet.

Der in der Energieeinsparverordnung bis 2020 vorgeschriebene Primärenergiebedarf für Neubauten lag bei 40 kWh bis 70 kWh pro Quadratmeter. Diesen Richtwert erfüllt ein Niedrigenergiehaus. Es zeichnet sich durch seine hohe Energieeffizienz und seinen geringen Energieverbrauch aus. Der Energiebedarf für Heizung, Kühlung und Strom wird durch eine überdurchschnittlich gute Wärmedämmung und Technologien wie effiziente Wärme- und Kälterückgewinnungssysteme, solarthermische Anlagen zur Warmwassergewinnung und Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung auf ein Minimum reduziert. Das Niedrigenergiehaus wird so ausgerichtet, dass passives Heizen und Kühlung durch Sonneneinstrahlung maximiert wird. Die Verwendung hochwertiger Wärmedämmstoffe, der Einsatz dreifach verglaster Fenster und eine luftdichte Bauweise tragen zur Minimierung von Wärmeverlusten bei.

Die Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses ist das Passivhaus. Energiestandards, die noch über das Passivhaus hinausgehen, sind das Nullenergiehaus und das Plusenergiehaus.

Die Vorteile und Herausforderungen des Niedrigenergiehauses?

Das Niedrigenergiehaus zeichnet sich aufgrund seines niedrigen Primärenergiebedarfs durch erhebliche Kosteneinsparungen bei den Energiekosten aus. Der Wohnkomfort ist höher, da die verbesserte Wärmedämmung und die luftdichte Bauweise Temperaturschwankungen minimiert und Zugluft verhindert. Zudem können die Reduzierung des Energieverbrauchs von Niedrigenergiehäusern zur Verringerung der Treibhausgasemissionen beitragen und somit die Klimaziele unterstützen.

Eine Herausforderung beim Bau oder Kauf eines Niedrigenergiehauses können die beim Bau auftretenden Mehrkosten zur Erreichung des Energiestandards sein. Die höheren Baustandards und neuen Technologien sind zwar kostenintensiver, können jedoch oftmals durch langfristige Energieeinsparungen aufgewogen werden. Beim Neubau eines Hauses können diese Mehrkosten in der Regel nur schwer umgangen werden, da diese Energiestandards per Gesetz (seit 2021 auf Niedrigstenergiehaus-Niveau) eingehalten werden müssen. Wer mehr als das gesetzlich vorgeschriebene Minimum machen möchte, kann auf KfW-Kredite und Förderungen zurückgreifen. Beim Bau von Energiesparhäusern jedes Verbrauchsstandards werden leider allzu häufig umweltschädlichen Dämmstoffen wie Styropor verwendet. Bauherrinnen und Bauherren sollten sich daher zu recycelbaren oder natürlichen Materialien eingehend informieren.

 

Das Niedrigenergiehaus kann die Reduktion der Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor unterstützen. Darüber hinaus können Niedrigenergiehäuser zur Verringerung des Drucks auf die Energieinfrastruktur beitragen und die Umweltauswirkungen von Energiegewinnung und -verbrauch mindern. Es lohnt sich daher, beim Bau oder Kauf einer Immobilie den Verbrauchsstandard eines Hauses zu beachten.

 

Herzliche Grüße aus Viersen

 

Ihre Daniela Mischel

 

 

 

Quellen: wegatech, Holzbauwelt, verivox

 

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