Umweltfreundliche Wärmedämmung

Umweltfreundliche Wärmedämmung

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit fördern

Einer der Hauptfaktoren für Energieverlust in Gebäuden ist eine schlechte oder veraltete Wärmedämmung. Dabei gibt es inzwischen eine Vielzahl von umweltfreundlichen Alternativen, die nicht nur gut für die Umwelt, sondern oft auch effizienter und langlebiger sind als herkömmliche Materialien. Somit hat eine umweltfreundliche Wärmedämmung gleich mehrere Vorteile. Sie steigert die Energieeffizienz und fördert die Nachhaltigkeit. Wie eine umweltfreundliche Wärmedämmung aussehen kann, erfahren Sie in diesem Blogartikel. Viel Freude beim Informieren!

Arten umweltfreundlicher Dämmmaterialien

Mineralische Dämmstoffe wie Glas- oder Steinwolle sind nicht besonders nachhaltig und können heutzutage durch eine Vielzahl umweltfreundlicher Alternativen, die nachhaltig, effizient und oft sogar kostengünstig sind, ersetzt werden. Es kann zwischen natürlichen Dämmstoffen wie Schafwolle, Hanf oder Kork und Recycling-Dämmstoffen wie Zellulose oder PET-Flaschen unterschieden werden. Auch die herkömmliche Glaswolle wird zu 80 Prozent aus recyceltem Glas hergestellt.

Die natürlichen Dämmstoffe bestehen aus Tier- oder Pflanzenfasern. Ein 100 Prozent natürliches Material, das extrem gute Dämmeigenschaften hat, ist die Schafwolle. Sie kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, ohne an Isolationskraft zu verlieren. Hanf verfügt als Pflanzenfaser nicht nur über gute Dämmeigenschaften, sondern ist auch resistent gegen Schimmel und Fäulnis. Ein nachwachsender Rohstoff, der aus der Rinde der Korkeiche gewonnen wird, ist der Kork. Kork ist nicht nur feuerresistent, sondern auch ein ausgezeichneter Wärme- und Schalldämmstoff. Darüber hinaus gibt es Grasfaser-, Holzfaser-, Holzweichfaser-, Jutefaser-, Schilfrohr-, Seegrasfaser-, Flachs-, Kokos-, Baumwolle- und Stroh-Dämmstoffe.

Die zweite Gruppe sind die Recycling-Dämmstoffe. Zu ihnen zählt die Zellulose. Sie wird meistens aus recyceltem Zeitungspapier hergestellt. Zellulose ist ein Dämmstoff, der sich hervorragend für Hohlräume eignet. Zudem stellen einige Unternehmen Dämmmaterialien sogar aus recycelten Plastikflaschen (PET-Flaschen) her. Diese Materialien sind umweltfreundlich, nicht brennbar und schimmelresistent.

Umweltfreundliche Dämmstoffe haben oft einen geringeren Energieaufwand in der Herstellung und können am Ende ihres Lebenszyklus’ leichter recycelt oder kompostiert werden. Sie sind oft auch gesünder für die Raumluft und für Allergiker besser verträglich.

Neben diesen Dämmstoffen schneidet ein Haus aus Holz in Sachen Wärmeschutz besonders gut ab, da Holz von Haus aus einen niedrigen Wärmedurchgangswert hat. Es ist ein „schlechter Wärmeleiter“, sodass eine Fassade aus Holz mit einer vergleichsweise geringen Wärmedämmung auskommt, die platzsparend in die Wandkonstruktion eingebracht werden kann. Die geringere Wanddicke schafft mehr Raum zum Wohnen.

Vor- und Nachteile umweltfreundlicher Wärmedämmung

Die Praxis zeigt, dass eine natürliche und umweltfreundliche Wärmedämmung, ebenso wie die herkömmliche Dämmungen, ihre Vor- und Nachteile hat. Ein Vorteil liegt vor allem in der potenziellen Energieeinsparung. Viele der oben vorgestellten Materialien bieten hervorragende Isoliereigenschaften, die den Energieverbrauch und damit auch die CO2-Emissionen reduzieren können. Außerdem überzeugen natürliche und recycelte Materialien durch ihre Langlebigkeit und Effizienz. Sie sind oft widerstandsfähiger gegenüber Feuchtigkeit und Schimmel, was ihre Lebensdauer verlängert. Schließlich können viele natürliche Dämmmaterialien Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben, was für ein angenehmeres Raumklima sorgt.

Die umweltfreundliche Wärmedämmung birgt jedoch auch Herausforderungen. Obwohl die Preise für umweltfreundliche Dämmstoffe sinken, können sie immer noch teurer sein als herkömmliche Materialien. Hierbei sollten jedoch die langfristigen Einsparungen durch den geringeren Energieverbrauch berücksichtigt werden. Zudem kann es sein, dass nicht überall die Verfügbarkeit bestimmter Materialien gewährleistet ist. Darüber hinaus erfordern einige umweltfreundliche Materialien einen speziellen Einbauaufwand. Das kann mitunter zeitaufwendig sein.

 

Eine umweltfreundliche Wärmedämmung ist eine zukunftsorientierte Investition, die für den Moment kostenintensiver sein kann, auf lange Sicht hingegen den Geldbeutel und die Umwelt schont. In jedem Fall ein guter Ansatz!

 

Herzliche Grüße aus Viersen

 

Ihre Daniela Mischel

 

 

 

Quellen: Holzbauwelt, Verbraucherzentrale, Bauen.de, Wohnglück, BauNetz

 

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