Greifvögel im Kreis Viersen

Greifvögel im Kreis Viersen – Teil 1

Von Bussard über Sperber bis Habicht

Durch unseren Blogbeitrag zur Ausgleichsfläche in den Süchtelner Höhen und die dort von uns errichteten Greifvogelstangen, bin ich auf das Thema Greifvögel im Kreis Viersen gestoßen und war wirklich überrascht, dass man bei uns in Viersen zehn verschiedene Greifvogelarten beobachten kann. Mit Unterstützung der Greifvogelhilfe Rheinland stelle ich Ihnen in diesem Beitrag gerne Bussard, Sperber und Habicht vor. So können Sie diese Arten bei Ihrem nächsten Spaziergang noch besser beobachten und vielleicht sogar selbst erkennen, um welchen Greifvogel es sich handelt.

Der Mäusebussard im Kreis Viersen

Der Mäusebussard gehört zur Familie der Habichtartigen und ist ein mittelgroßer bis großer Greifvogel. Sein Gefieder reicht von dunkelbraun bis hin zu weiß mit verschiedenen Farbgestaltungen. Seine Füße sind gelb und nicht befiedert. Die Augen sind beim Jungvogel noch graublau bis hellbraun, beim ausgewachsenen Mäusebussard hellbraun bis dunkelbraun. Besonders häufig kann man Mäusebussarde im Winterhalbjahr beobachten, doch sie sind auch ganzjährig bei uns im Kreis Viersen zu finden. Der Fundzeitraum der Nestlinge ist im Mai und Juni. Ihn bei seinen kreisenden Segelflügen zu beobachten ist ein besonderes Schauspiel. Die speziellen Greifvogelstangen auf der Ausgleichsfläche erleichtern den Greifvögeln die Ansitzjagd, bei der sie dort auch hervorragend beobachtet werden können. Mäusebussarde ernähren sich hauptsächlich von Kleinsäugern wie Mäusen. Sie leben auf offenen Wiesen und Feldern mit angrenzenden Wäldern, wo sie ihr Nest errichten.

Der Wespenbussard im Kreis Viersen

Auch der Wespenbussard zählt zu den mittelgroßen bis großen Greifvögeln mit einem überwiegend braun gefärbten Gefieder und einem taubenähnlichen Kopf. Der Kopf der Männchen ist in der Regel graublau. Die Füße sind gelb und nicht befiedert. Auch die Augen der Altvögel sind gelb, die der Jungvögel blaugrau bis braun. Seine Nasenlöcher sind schlitzförmig. Der Wespenbussard kann im Kreis Viersen von Mai bis September beobachtet werden. Junge Wespenbussarde findet man bei uns im Juli, August und September. Er ernährt sich von Insekten, beispielsweise Wespen, wie sein Name schon sagt, und Amphibien. Der Wespenbussard bevorzugt als Lebensraum zumindest teilweise bewaldete Landschaften wie Waldbereiche, die durch Lichtungen durchbrochen werden, und abwechslungsreiche Feuchtgebiete.

Der Raufußbussard im Kreis Viersen

Der Raufußbussard ist ein Zugvogel aus dem hohen Norden und etwas größer als der Mäusebussard. Er hat einen dunkelbrauen Bauch und weiße Farbe im Schwanzgefieder. Seine Augen sind braun und seine Beine bis unten hin befiedert. Das ist ein Hauptunterscheidungsmerkmal zum Mäusebussard. Der Raufußbussard ist ein Zugvogel und kommt daher bei uns nur im Winterhalbjahr zwischen Oktober und April vor. Er wird sehr selten gesichtet. Er ernährt sich von kleinen Säugetieren, insbesondere von Wühlmäusen und verschiedenen Lemmingarten. Seine Winterhabitate in unserem Kreis liegen in offenen Gegenden mit einer guten Rundumsicht.

Der Sperber im Kreis Viersen

Auch der Sperber gehört zur Familie der Habichtartigen, ist allerdings ein kleiner Greifvogel, der nicht größer als eine Taube ist. Das Gefieder auf der Oberseite der Männchen ist graublau, das der Weibchen ist schiefergraubraun. Die Augenfarbe bei Jungvögeln ist grau, bei Altvögeln gelb. Die Füße sind wie beim Mäusebussard nicht befiedert, allerdings dünner und länger und mit sehr spitzen Krallen versehen. Man findet Sperber in Viersen ganzjährig, die Nestlinge/ Ästlinge von Mai bis hin in den August. Sperber leben vor allem in Waldgebieten, bevorzugt Nadelwäldern, aber auch in städtischen Grünanlagen. Sie jagen vor allem kleine Vögel bis hin zu Tauben und erlegen ihre Beute im bodennahen Flug oder vom Ansitz aus.

Der Habicht im Kreis Viersen

Der Habicht ist ähnlich groß wie der Mäusebussard und gehört auch zu den mittelgroßen bis großen Greifvögeln. Das Gefieder zeigt eine deutliche Bänderung auf weißem bis beigebraunem Grund. Die Augenfarbe reicht von gelb bis orange, bei Jungvögeln blaugrau bis gelb. Die Füße sind nicht befiedert, gelb und haben sehr lange spitze Krallen. Habichte kann man bei uns im Kreis Viersen ganzjährig beobachten, die Jungvögel im Juni, Juli und August. Das besondere beim Habicht ist seine Kraft in den Füßen. Er ernährt sich hauptsächlich von kleinen bis mittelgroßen Vögeln und Säugetieren bis zu einem Gewicht von ca. einem Kilogramm. Der Habicht ist ein Waldbewohner. In diesem Lebensraum ist er dank seines relativ langen Schwanzes besonders wendig im Flug, erreicht aber dadurch keine hohen Geschwindigkeiten.

Mit diesem Wissen und ein bisschen Glück können Sie auf Ihrem nächsten Spaziergang vielleicht einen unserer Greifvögel im Kreis Viersen beobachten. Viel Spaß dabei!

Es grüßt Sie herzlich

Ihre Daniela Mischel

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