Eulen im Kreis Viersen

Eulen im Kreis Viersen

Von Käuzen über Eulen bis Uhus

Zu den Greifvögeln im Kreis Viersen zählen auch verschiedene Eulenarten, die man bei uns beobachten kann. Da hätten wir beispielsweise den Waldkauz, die Schleiereule und den Uhu. Wie Sie diese Arten unterscheiden und wo Sie die Eulen am besten beobachten können, erfahren Sie in diesem Beitrag. Viel Spaß beim Lesen und vielen Dank an die Greifvogelhilfe Rheinland für die Unterstützung!

Ein kleiner Tipp vorab: Wenn Sie sich für die Natur und ihre Tierwelt bei uns im Kreis Viersen besonders interessieren, können Sie am 20.03.2020 an einer Abendwanderung im Elmpter Wald und Tackenbenden teilnehmen. Unter der Leitung von Peter Kolshorn lauschen Sie bei einem Spaziergang durch weite Wälder und Wiesen den nächtlichen Stimmen von Singvögeln, Eulen und Käuzen, Fledermäuse und anderen Tieren. Der Treffpunkt ist in Niederkrüchten Elmpt, Wanderparkplatz Tackenbenden. Beginn: 18 Uhr, Dauer 2,5 Stunden.

Die Waldohreule im Kreis Viersen

Die Waldohreule besticht durch ihre langen Federohren und ihre orange-farbigen Augen. Sie hat ein braunes bzw. zimtfarbenes Gefieder, das einer Baumrindenmusterung ähnelt. Ihre Füße sind befiedert. Die Waldohreulen können ganzjährig bei uns beobachtet werden, Jungvögel im Mai und Juni. Sollten Sie einmal eine verletzte Waldohreule finden, seien Sie besonders vorsichtig, denn diese Tiere sind sehr angriffslustig. Waldohreulen bewohnen offene Gelände mit niedrigem Pflanzenbewuchs, um dort auf die Jagd gehen zu können. Als Ruheplatz und Brutrevier nutzt diese Eulenart Waldränder mit vorzugsweise Nadelbaumbestand, häufig Fichten. Sie sind allerdings auch in Parks und auf Friedhöfen heimisch. Waldohreulen nutzen keine Baumhöhlen zur Brut, sondern sind auf alte Rabenvogelnester angewiesen.

Der Waldkauz im Kreis Viersen

Waldkäuze sind bei uns weit verbreitet. Sie sind mittelgroße Eulen und somit deutlich größer als eine Taube. Ihr Gefieder gibt es in drei Farbmorphen, nämlich in braun, grau und rot. Auch ihre Färbung erinnert an ein Baumrindenmuster. Der Waldkauz hat dunkelbraune bis fast schwarze Augen und seine Füße sind befiedert. Er ist bei uns ganzjährig zu finden, seine Jungtiere von März bis Mai. Vereinzelt können auch schon im Februar junge Waldkäuze beobachtet werden. Als Lebensraum bevorzugt der Waldkauz alte Laub- und Mischwälder, aber auch Nadelwälder und Kulturlandschaften. Im alten Baumbestand findet er entsprechend große Höhlen, wo er seine Jungen ausbrüten kann. Er ist auch in urbanen Lebensräumen wie Parkanlagen, Friedhöfen, Alleen und Gärten mit altem Baumbestand zu finden. Der Waldkauz kann mit Nistkästen unterstützt werden. Wenn Sie gerne einen solchen Nistkasten für Ihren Garten hätten, können Sie gerne die Greifvogelhilfe Rheinland kontaktieren.

Der Steinkauz im Kreis Viersen

Der Steinkauz ist eine sehr kleine Eulenart, gerade einmal so groß wie eine Hand. Er hat braunes Gefieder mit weißen Flecken und gelbe Augen. Seine Füße sind befiedert. Steinkäuze sind bei uns ganzjährig zu finden, die Jungvögel von Mai bis Juli. Der Steinkauz lebt in offenem, reich strukturiertem Gelände mit vielen Versteckmöglichkeiten und einer niedrigen Vegetation. Das trifft auch auf von Menschen gestaltete Landschaften wie beispielsweise Wiesen, Obstbäume und Reitställe zu. Dort findet man den Steinkauz häufig.

Die Sumpfohreule im Kreis Viersen

Sumpfohreulen findet man bei uns seltener, denn sie sind Zugvögel. Lediglich von Oktober bis März können ausgewachsene Sumpfohreulen bei uns beobachtet werden. Die Sumpfohreule ist eine mittelgroße Eule, ähnlich der Waldohreule. Auch in ihrem Gefieder sind sich diese beiden Arten sehr ähnlich. Die Sumpfohreule hat braunes Gefieder mit schilfgelben und weißen Elementen und schwarz umrandete Augen. Ihre Augenfarbe ist gelb und die Füße sind befiedert. Sumpfohreulen findet man bei uns in ländlichen Gegenden, sumpfigen Gebieten und beim Durchzug in der Herbstzeit an vielen Orten. Wenn man Glück hat, kann man die Sumpfohreulen auf offenen Feldern bei der Jagd beobachten. 

Die Schleiereule im Kreis Viersen

Zu den mittelgroßen Eulen zählt auch die Schleiereule. Sie hat einen schlanken Körperbau und einen herzförmigen Gesichtsschleier, der ihr ihren Namen gibt. Ihr Gefieder ist zimtfarben mit weiß und kleinen weiß-schwarzen Flecken auf dem ganzen Gefieder. Die Augen der Schleiereule sind dunkelbraun und ihre Füße sind mit weißen Federn dünn befiedert. Schleiereulen findet man bei uns im Kreis Viersen ganzjährig, die Jungvögel von Mai bis Oktober (bei Zweitgelege). Sie besiedelt die offene Agrarlandschaft mit dörflichen Siedlungen und brütet in Scheunen und Kirchtürmen, seltener auch in Baumhöhlen.

Der Uhu im Kreis Viersen

Der Uhu gehört zu den großen Eulen und ist deutlich größer als ein Mäusebussard. Sein rostbraunes Gefieder mit dunkler Fleckung und seine Federohren sind charakteristisch für den Uhu. Die Färbung ähnelt einer Baumrindenmusterung. Die Füße des Uhus sind sehr stark ausgebildet und befiedert und er hat orange-farbige Augen. Ganzjährig kann man den Uhu bei uns beobachten. Die Jungvögel findet man schon ab Februar bis hinein in den Juni. Das ideale Jagdrevier des Uhus ist abwechslungsreich und von Hecken, Gewässern, Feldgehölzen und offenen Feldflächen durchzogen. Sie besiedeln mit ihren Artgenossen teilweise sehr nah beieinander Gebiete mit optimalen Lebensbedingungen. Der Uhu ist so anpassungsfähig, dass er auf Kirchtürmen angebrachte Nistkästen für Wanderfalken für sich entdeckt hat und diese bezieht. Darüber hinaus brüten Uhus gerne in Steinbrüchen, Kiesgruben oder Abgrabungen.

Eulen sind absolut beeindruckende Jäger. Das konnte ich bei meinem letzten Spaziergang selbst erfahren, als eine Schleiereule meinen Weg kreuzte.

Es grüßt Sie herzlich

Ihre Daniela Mischel

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